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Geänderter Modus stellt Seriensieger ins Abseits

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Von: Andreas Daschner

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In der 3. Bundesliga ist der TuS Fürstenfeldbruck einfach nicht zu stoppen. Doch auf dem Weg zur Pokal-Quali stellt sich nun der Deutsche Handballverband (DHB) mit einer plötzlichen Modus-Änderung in den Weg

Fürstenfeldbruck – Einfach nicht zu stoppen sind derzeit die Drittliga-Handballer des TuS Fürstenfeldbruck. Das bekam nun auch der bisherige Tabellenvierte Oftersheim zu spüren. Die Panther blieben beim 25:23 (13:9) in Württemberg zum sechsten Mal in Folge ungeschlagen. Mit dem überzeugenden Start-Ziel-Sieg rücken die Brucker nun auf Rang sieben vor und liegen nur noch einen Punkt hinter dem als Ziel anvisierten sechsten Tabellenplatz. Der sollte ursprünglich für die direkte Qualifikation zum Deutschen Pokalwettbewerb reichen. Doch das ist nach einer kurzfristigen Modusänderung durch den Verband nun nicht mehr der Fall.

Ein Schreiben des Handballverbands sorgt für ein Rumoren in der 3. Bundesliga: Weiterhin sollen sich zwar sechs Teams für den Deutschen Pokalwettbewerb qualifizieren – allerdings nur noch die ersten vier direkt. Die Teams auf den Plätzen fünf und sechs sollen dagegen nun plötzlich in einer Playoff-Runde mit den Mannschaften auf den Plätzen sieben bis 13 die weiteren beiden Teilnehmer ermitteln. Als unüberlegt bezeichnet TuS-Coach Martin Wild die kurzfristige Modus-Änderung, die schon für diese Saison greift – zumal die beiden Playoff-Runden in der trainingsfreien Zeit im Mai stattfinden sollen. „Es gibt keinen ersichtlichen Grund dafür“, schimpft Wild, der auch Widerstand bei den anderen Clubs wahrgenommen hat. Beim TuS nimmt man nun aber nicht etwa Rang vier ins Visier, sondern denkt gegebenenfalls sogar über einen Verzicht auf die Playoffs nach. „Die Spieler brauchen ihre Pause, um sich für die neue Saison zu regenerieren“, sagt Wild.

Unabhängig vom Ärger über diese Änderung war TuS-Coach Martin Wild mit dem Auftritt seiner Panther in Oftersheim hochzufrieden. Vor allem Torhüter Michael Luderschmid brachte die Oftersheimer Gastgeber regelrecht zur Verzweiflung. 17 Paraden zeigte der Torsteher, davon alleine elf in der ersten Halbzeit. Bei insgesamt neun Gegentoren in den ersten 30 Minuten ergibt das eine überragende Quote von 55 Prozent gehaltener Würfe.

Trotz der herausragenden Leistung von Luderschmid sah Wild den Sieg aber als Erfolg des gesamten Kollektivs. „Unsere starke Abwehrarbeit war der Schlüssel“, sagte der Übungsleiter. Mit entscheidend war dabei, dass Tobias Prestele eingesetzt werden konnte. Erst war sein Auflaufen aus familiären Verpflichtungen noch fraglich. Doch der Abwehrspezialist reiste mit seinem eigenen Auto nach Schwetzingen, wo Oftersheim seine Heimspiele austrägt.

Bis zur 27. Minute ließ die Brucker Defensive nur sechs Tore zu. „Und wenn doch mal einer der Gastgeber durchkam, stand da ja noch Luderschmid“, sagte Wild. Weiterer Nebeneffekt der starken Defensivarbeit: Der TuS kam so immer wieder zu einfachen Toren. Elf Treffer aus Tempogegenstößen sprechen eine deutliche Sprache.

Lediglich mit zwei kurzen Phasen kurz vor und nach der Pause konnte Wild nicht ganz zufrieden sein. „Vor allem vor der Pause haben wir die deutliche 13:6-Führung durch drei Gegentreffer unnötig schrumpfen lassen.“ Grund für ausufernde Kritik sah der Übungsleiter darin jedoch keinen. „Wenn es eng wurde, hat die Mannschaft sehr abgezockt gespielt“, sagte Wild hochzufrieden. Sein Fazit: „Eine tolle Kollektivvorstellung mit einem herausragenden Michael Luderschmid.“

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