Handball

Kullertor bestraft naive Ergebnisverwalter

  • schließen

Ein Kullerball in der Schlusssekunde bescherte den Drittliga-Handballern des TuS Fürstenfeldbruck eine 27:28 (13:11)-Pleite in Pfullingen.

Fürstenfeldbruck – Trainer Martin Wild war kräftig angefressen und sparte nicht mit Kritik an seiner Mannschaft. In der Schlussminute hatte Johannes Stumpf noch die Chance auf die Führung: Sein Strafwurf aus sieben Metern landete aber nur am Pfosten. Im Gegenzug kullerte ein abgefälschter Rückraumwurf durch die Beine von Torhüter Michael Luderschmid.

Dass ausgerechnet diese beiden Panther im Mittelpunkt des Dramas standen, war aber fast ein wenig ungerecht. Denn Stumpf war mit zehn Toren der beste TuS-Akteur, auch Luderschmid zeigte eine starke Leistung. Für den Rest galt das aber nicht. Denn die Brucker schafften es, eine Partie zu verlieren, in der sie in der zweiten Halbzeit nur einmal im Rückstand lagen. Und zwar in der Schlusssekunde. Bis zur 55. Minute kontrollierten sie die Partie und legten trotz zahlreicher personeller Ausfälle auch eine starke Defensive aufs Feld. Pfullingens gefürchtetes Tempospiel kam kaum zur Geltung.

Doch dann zeigten die Panther ein Verhalten, das Wild zu ungewohnt harscher Kritik verleitete: Nicht clever und naiv hätten seine Spieler agiert, völlig den Mut verloren und nur noch des Ergebnis verwalten wollen „Dieses Altherren-Standhandball ist aber überhaupt nicht unser Spiel“, schimpfte der Trainer Die Folge: Die Oberbayern wurden in der Schwaben-Halle klassisch ausgekontert.

Als extrem bitter empfand der Übungsleiter die Niederlage. Maximal unglücklich sei aber nur der blanke Spielverlauf. Die Niederlage an sich sei wegen der genannten Fehler auch ein gutes Stück weit selbst verschuldet. „Ich bin richtig verärgert, weil wir das Spiel lange Zeit eigentlich im Griff hatten.“ Dabei habe man es aber versäumt, den Sack frühzeitig zuzumachen. Denn die schwache Schlussphase wäre eventuell sogar zu verschmerzen gewesen, wenn die Chancen etwas konsequenter verwertet hätten. Allein bis zum Pfullinger Schlussspurt zählte Wild 14 Fehlwürfe seiner Crew. „Dazu kommt, dass wir unser Überzahlspiel diesmal nicht gut ausgespielt haben.“ Die personellen Möglichkeiten einzugreifen, waren für Wild jedoch beschränkt. Kurz vor der Partie meldete sich neben den bekannten Ausfällen auch noch Maximilian Lentner ab. Zumindest biss der angeschlagene Alexander Horner auf die Zähne, sah aber die Rote Karte. So musste der zuletzt verletzte Falk Koldziej in der Schlussphase durchspielen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Der Panther-Traum - eine ellenlange Erfolgsstory
Die Panther können auch ohne ihren Rudelführer gewinnen. Während sich Trainer Martin Wild im Krankenhaus von seiner gut verlaufenen Ellenbogen-Operation erholte, fegten …
Der Panther-Traum - eine ellenlange Erfolgsstory
Erdle: „Wir brauchen mehr denn je gut qualifizierten Schiedsrichter Nachwuchs“
Die Schiedsrichtergruppe Ammersee/Fürstenfeldbruck startet am Freitag, 31. Januar, um 18.30 Uhr einen weiteren Neulingskur
Erdle: „Wir brauchen mehr denn je gut qualifizierten Schiedsrichter Nachwuchs“
Panther-Plan: Wer bezahlt die 2. Bundesliga?
Vor vier Jahren war die Aufstiegsmöglichkeit schon mal da. Damals scheiterte der Handball-Traum von der 2. Bundesliga am Geld. Das soll heuer anders werden.
Panther-Plan: Wer bezahlt die 2. Bundesliga?
HCD-Frauen machen Boden gut im Kampf um den Klassenerhalt
Mit einem 30:23-Heimsieg über den SV Allensbach haben die Handballerinnen des HCD Gröbenzell einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Es war zugleich der …
HCD-Frauen machen Boden gut im Kampf um den Klassenerhalt

Kommentare