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Matthias Hild (r.) freute sich über den Sieg im letzten Spiel im Panther-Trikot.

Handball 3. Bundesliga

Ein unerwarteter Sieg zum Abschied

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Verletzungen, schwache Schiris oder der Tabellenzweite: Nichts davon kann die Panther stoppen. Ohne Kapitän Korbinian Lex gewannen die TuS-Handballer souverän mit 35:29 (17:16) gegen Balingen.

Fürstenfeldbruck – Die in Fachkreisen hoch geschätzten Schiedsrichter Sven Beck und Sven Braun aus dem badischen Sandweier zogen sich mit ihren Entscheidungen den Unmut des Publikums sowie des TuS-Trainers Martin Wild und seines Balinger Gegenüber André Doster zu. Nur die Panther-Spieler blieben cool – obwohl sie sich gegen Ende der ersten Halbzeit nach einer Zeitstrafen-Flut zum Teil mit drei Mann gegen sechs Balinger stemmen mussten.

„Da fällt es schwer, die Konzentration hochzuhalten“, sagte Matthias Hild, der sein letztes Spiel für die Panther vor seinem studienbedingten Wechsel nach Konstanz absolvierte. Die Mannschaft hätte das aber gut gelöst. „Selbst aus der Phase, als wir nur zu dritt waren, sind wir mit nur zwei Gegentoren raus gekommen“, sagte der scheidende Youngster. Das habe einen Schub gegeben.

Leicht fällt dem Hünen der Abgang nicht. Angesichts der jubelnden Pantherfans und der Mitspieler, die ihn der Reihe nach in die Arme schlossen, musste Hild zugeben, „dass ich ganz schön kämpfen muss, damit ich nicht zu heulen anfange“.

Überhaupt nicht zum Heulen zumute war Wild, der seine Aufregung über die Schiri-Pfiffe schnell vergessen hatte. „Das war eigentlich kein großes Thema“, sagte er. Die strittigen Entscheidungen hätten sogar noch mehr Emotionen in seiner Mannschaft geweckt. Trotz begrenzter Wechselmöglichkeiten – Lex, Johannes Stumpf, Yannick Engelmann und Alexander Leindl fehlten verletzt – habe seine Mannschaft am Ende das hohe Tempo sogar noch steigern können.

Besonders gut gefallen hat Wild das „überragende Spiel über Kreisläufer Julian Prause“ und der Auftritt des nicht minder starken Maximilian Horn. Mit diesen Sahnehäubchen auf eine starke Teamleistung gelang den Panthern ein souveräner Erfolg, „den ich ehrlich gesagt nicht erwartet hatte“, so Wild. Des Trainers Glaube daran, dass es so weitergeht, bekommt durch den Abgang von Hild und die Verletzung von Lex jedoch einen Dämpfer.

Wild sagte, er plane dennoch ohne Neuzugänge, sondern mit Engelmann, der schon bald zurück erwartet wird und die Lücke in der zentralen Defensive stopfen soll. Mit Tobias Prestele oder Christian Haller stünden zudem interne Alternativen aus der zweiten Garde bereit. Außerdem hätten sich die Panther heuer von Verletzungen eh noch nicht ausbremsen lassen.

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