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Spiel gedreht, Serie gerettet: Hild ist der Held

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Matthias Hild sprang in die Bresche und legte den Schalter um.

Zum siebten Mal in Folge blieben die Drittliga-Handballer des TuS Fürstenfeldbruck ungeschlagen. Einen Löwenanteil am 26:20 (13:12)-Sieg der Panther gegen Dansenberg trug diesmal ein Youngster. Und das auch noch mit Ansage vom Oberbürgermeister.

Fürstenfeldbruck Am Nachmittag beim Fußballspiel des SCF gegen die Münchner Löwen hatte Erich Raff, der Brucker Rathauschef und langjährige TuS-Manager, noch geunkt: „Ich habe so ein Gefühl, dass Matthias Hild ein gutes Spiel abliefern wird.“ Grund dafür war der Ausfall der beiden Halbpositionen Sebastian Meinzer und Alexander Leindl. Am Abend beim Handball erlebte Raff dann gemeinsam mit den rund 800 Zuschauern – darunter 100 lautstarke Gästefans aus dem Kaiserslauterner Stadtteil – zwar keine schönen Partie in der Wittelsbacher Halle, durfte sich aber bestätigt fühlen. Auf seiner Lieblingsposition kam Hild zwar doch nicht zum Einsatz. Das hinderte den 19-jährigen aber nicht daran, sein bislang bestes Spiel im Panther-Trikot abzuliefern.

Das Spiel selbst extrem hektisch und zerfahren, wozu auch die beiden Unparteiischen Frank Kraaz (Deizisau) und Tobias Lay (Bruchsal) ihren nicht unerheblichen Teil beitrugen. In der ersten Halbzeit brachte das Duo mit seinen Pfiffen die Gäste auf die Palme. Nach dem Seitenwechsel drehten sich die Schiris um 180 Grad und nahmen fast ausschließlich den TuS aufs Korn.

Aber auch die spielerisch tätigen Hauptdarsteller auf dem Feld zeigten alles andere als ein Handball-Schmankerl. Dass der Brucker Teil des Publikums am Ende trotzdem zufrieden war, lag zum einen natürlich am Sieg, zum anderen aber an der Dramaturgie der 60 Minuten. Der TuS tat sich lange sehr schwer gegen die aggressive Vorgehensweise der Gäste. Einen Teil der Verantwortung dafür lud Panther-Coach Martin Wild auf sich: „Wir haben im Abschlusstraining deutlich zu intensiv trainiert, da waren bei einigen die Beine schwer.“ Lediglich Johannes Stumpf hielt die Hausherren in der ersten Halbzeit mit sechs seiner acht Treffer auf Kurs.

Mitte des zweiten Durchgangs lagen die Brucker dann sogar mit 16:19 im Rückstand. Doch dann zeigten die Panther ihre derzeit scheinbar unerschöpfliche Moral. Mit einer 9:0-Tor-Serie drehten sie die Partie. Allen voran Hild. Der Youngster kam auf insgesamt fünf Treffer, wofür es auch ein Sonderlob von Martin Wild gab. Der Übungsleiter bescheinigt seinem Matchwinner eine „sehr gute Entwicklung“. Hild war im Sommer vom Bezirksligisten Marktoberdorf zum TuS gewechselt. Obwohl eher auf halbrechter Position zuhause, musste der Youngster zuletzt immer wieder auf Rechtsaußen ran – ein wenig die Problemposition des TuS zumal auch der Kroate Toni Dundovic angeschlagen ist. Ihn vertrat Hild in der Schlussphase in bester Manier.

Dass es bei den Panthern fast 50 Minuten lang im Team gar nicht rund lief, machte der 19-Jährige an Unkonzentriertheiten und den daraus resultierenden Ballverlusten fest. Vielleicht, so vermutete Wild, habe man die bittere Hinspielpleite noch zu sehr im Kopf gehabt. „Aber am Ende hat sich die ganze Mannschaft ja nochmal zusammengerissen.“

Andreas Daschner

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