1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Landkreis Fürstenfeldbruck

Auf bittere Pleite folgt beruflicher Härtetest: Nach der Partie in Dessau-Roßlau bekommen Panther kaum Schlaf

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Andreas Daschner

Kommentare

Schon am Tag nach dem Spiel empfing Panther-Trainer Martin sein Team zu einem lockeren Training. Die Mannschaft war erst in den frühen Morgenstunden zurückgekehrt.
Schon am Tag nach dem Spiel empfing Panther-Trainer Martin sein Team zu einem lockeren Training. Die Mannschaft war erst in den frühen Morgenstunden zurückgekehrt. © Hartmut Boesener

Die 24:25 (13:12)-Niederlage in Dessau-Roßlau war für die Panther doppelt hart.

Fürstenfeldbruck – Erst belohnten sich die Brucker TuS-Handballer in einer dramatischen Schlussphase nicht für ihre bärenstarke Leistung. Und dann lernten sie auch noch die Härten als Amateurklub im Profihandball kennen: Mit wenig Schlaf traten viele Panther am nächsten Morgen wieder zur Arbeit an.

„Ich hätte den Spielern am Donnerstag gerne freigegeben“, sagt Coach Martin Wild. Doch die strengen Pandemie-Auflagen der Handball-Bundesliga ließen das nicht zu. Denn am Abend stand bereits wieder ein Coronatest auf dem Programm. Und da die Panther schon mal in der Wittelsbacher Halle waren, ordnete Wild auch gleich eine lockere Übungseinheit an.

Benötigt hätten die Brucker eine kleine Pause wahrscheinlich durchaus. Denn das erste Mittwochspiel im Profihandball brachte für die Brucker einige Strapazen mit sich. Nach dem Schlusspfiff war der Spieltag nämlich noch längst nicht zu Ende. Duschen, Pressekonferenz, Interviews – es dauerte lange, bis das Pantherrudel endlich die Heimreise antreten konnte.

Erst in den frühen Morgenstunden traf der Tross endlich in Bruck ein. „Ein paar Stunden Schlaf, dann traten die meisten schon wieder bei der Arbeit an“, sagt Wild. Ein Vorteil: Viel Zeit zum Nachdenken über die bittere Pleite blieb den Panthern nicht.

Am heutigen Freitag steht zwar noch einmal eine Videoanalyse zum Spiel auf dem Trainingsplan. Doch dann gilt der Fokus auch schon wieder dem nächsten Gegner Rimpar. Gar nicht erst in den Köpfen der Spieler verfestigen soll sich der unglückliche Spielverlauf in Sachsen-Anhalt. Dort trennten die Panther nur zwölf Sekunden und sieben Meter vom ersten Punktgewinn im Profigeschäft.

Die Spieluhr zeigte 59:48 als Falk Kolodziej zum Siebenmeter antrat. Doch er scheiterte an Dessau-Roßlaus Torhüter Philip Ambrosius. Aus war der Traum vom Ausgleich, was Wild „echt bitter“ fand: „Die Jungs hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt.“ Der Übungsleiter kündigte aber an, dass man trotz der bislang vier Niederlagen in der 2. Bundesliga nicht aufstecken werde. „Wir nehmen einen neuen Anlauf.“

Die Basis für diese Zuversicht lieferten 50 überragende Minuten der Panther, in denen sie ihren Gegner im Griff hatten. Die aggressive Abwehr stellte Dessau-Roßlau vor echte Probleme, im Angriff agierten vor allem Max Horner und der tragische Held Kolodziej kaltschnäuzig.

Dass das am Ende nicht reichte, lag auch an zwei umstrittenen Platzverweisen. Beim Stand von 20:18 für die Brucker schickten die Unparteiischen erst Yannick Engelmann wegen eines Wechselfehlers mit der dritten Zeitstrafe zum Duschen. Ihm folgte kurz darauf Tim Kaulitz nach einem Foul, das Wild jedoch nicht als rotwürdig ansah.

Auch interessant

Kommentare