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Eichenau trudelt in rote Zone

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Schon angekommen am Starzelbach: Neuzugang Nemanja Marjanovic machte zwischen den Pfosten eine prächtige Figur. © Hans Kürzl

Die Bayernliga-Handballer des Eichenauer SV geraten im Abstiegskampf immer mehr unter Druck. Mit dem 16:32 (6:17) gegen den TSV Friedberg kassierten die Aufsteiger nicht nur die mit Abstand höchste Saisonniederlage. Viel schlimmer: Im Fernduell punkteten die direkten Konkurrenten aus Landshut und Lohr.

Eichenau – So gesehen war es schon notwendig, dass Hallensprecher Andreas Zerbes sich, den Fans und vor allem der Mannschaft Mut machte: „Wir in Eichenau geben nicht auf“, hob er nach der Schlusssirene beschwörend an und legte die Liverpooler Fußball-Kulthymne „You’ll never walk alone“ (Du wirst niemals allein gehen) in die Lautsprecher.

Doch schon in den ersten 30 Minuten hatten die Eichenauer eine fast schon deprimierend mutlose Partie hingelegt. „Eine Katastrophe“, klagte Trainer Aleksandar Radukic kopfschüttelnd. Viele Situationen seien zu leicht hergeschenkt worden. Den Halbzeitstand nahmen selbst die sonst so temperamentvollen Fans eher schweigend zur Kenntnis.

Viel änderte sich nach dem Seitenwechsel nicht, auch wenn die Eichenauer da ergebnismäßig etwas besser mithalten konnten. Das lag zum einen an den Friedbergern, die sichtlich die Handbremse zogen und doch die Kontrolle behielten. Zum anderen zeigte der nach der Pause zwischen den Pfosten stehende Neuzugang Nemanja Marjanovic, dass er sein Handwerk versteht. „Mit ihm haben wir nicht mehr so sehr diese einfachen Tore kassiert“, so der ESV-Coach. Allerdings hatten ihn seine Vorderleute doch das eine oder andere mal sträflich allein gelassen.

„Insgesamt gesehen war das schlecht“, fasste Radukic die Begegnung gegen die optimistischer und selbstbewusster wirkenden Friedberger zusammen. Hoffnung auf Besserung macht ihm baldige Rückkehr von Leo Udovicic, der sich noch nicht fit genug für den Liga-Alltag fühlte. Auch Yannik Schweitzer könnte zumindest zum Saisonschluss noch helfen. Das soll schon wesentlich früher der zweite serbische Neuzugang, Andrija Devic. Gegen Friedberg war er noch nicht vor Ort, weil seine Arbeitserlaubnis verlängert werden muss. Nach Angaben von Radukic sollte das aber in zwei Wochen erledigt sein.

Der Trainer wies unterdessen noch eher der Form halber darauf hin, dass die Trainingsbedingungen nicht unbedingt bayernligatauglich sind. „Ich habe in der Vorbereitung nicht genügend Spieler, um Situationen richtig simulieren zu können.“ Hinzu kommen drei Akteure, für die die Saison gelaufen ist: Sebastian Bauer wegen Knieverletzung, Philipp Burtscher mit gebrochenem Arm und Johannes Nowotny aus beruflichen Gründen. HANS KÜRZL

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