Es ist zum Haare raufen: Schon zum dritten Mal in dieser Saison verlieren die TuS-Handballer ein Auswärtsspiel mit nur einem Tor Unterschied. In Hamburg gaben die Panther eine 10:6-Führung aus der Hand.
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Es ist zum Haare raufen: Schon zum dritten Mal in dieser Saison verlieren die TuS-Handballer ein Auswärtsspiel mit nur einem Tor Unterschied. In Hamburg gaben die Panther eine 10:6-Führung aus der Hand.

Handball

Frust über Niederlage, Stolz auf Leistung: Brucker Zweitligisten werden beim 26:27 in Hamburg nicht belohnt

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Frust und Stolz lagen bei den Panthern am Mittwochabend sehr nah beinander.

Fürstenfeldbruck – Erst ärgerten sich die Brucker TuS-Handballer, dass sie beim 26:27 (12:14) beim HSV Hamburg zum dritten mal in den vergangenen vier Partien mit nur einem Tor Differenz verloren hatten. Doch schon bald wandelte sich das Gefühl in Stolz, dem Tabellenvierten alles abverlangt zu haben.

Die Enttäuschung über die bittere Schlussphase in der Hansestadt war beim Panterhcoach Martin Wild offenbar schnell verflogen. Jedenfalls hörte sich der Übungsleiter trotz der knappen Pleite zufrieden an. „Klar war das Ende ärgerlich“, sagt Wild. „Im Vordergrund steht aber die sensationelle Leistung meiner Mannschaft – vor allem vor dem Hintergrund der Ausfälle.“

Gleich auf vier Leistungsträger musste Wild verzichten. Neben den verletzten Johannes Stumpf, Max Horner und Alexander Leindl fehlte auch Sebastian Meinzer aus beruflichen Gründen. Die Hoffnung, dass der Rückraumspieler sich vielleicht doch noch loseisen kann, hatte sich nicht erfüllt.

Doch dafür sprangen andere in die Bresche: Falk Kolodziej zeigte einmal mehr, dass seine Wahl in die Mannschaft des Spieltags nach dem Sieg gegen Elbflorenz absolut verdient war. Der Spielmacher setzte seine Nebenleute klug ein und war mit sechs Treffern zudem der beste Brucker Torschütze. Kreisläufer Julian Prause – ebenfalls Mitglied der Topmannschaft des vergangenen Spieltags – und Yannick Engelmann trafen je dreimal.

Daneben überzeugte vor allem die junge Garde einmal mehr. Stephan Seitz füllte dabei erneut die durch die Horner-Verletzung entstandene Lücke auf der rechten Rückraum-Position. Wie abgebrüht er das mit seinen 18 Jahren tat und dabei fünf Treffer erzielte, nötigte auch Wild Respekt ab. Der ebenfalls erst 18-jährige Tim Kaulitz traf von Linksaußen dreimal, ebenso oft war Benedikt Hack erfolgreich, der sich gerade erst von einem Kreuzbandriss erholt hat.

Weniger glücklich war der Übungsleiter über so manche Entscheidung der Schiris. Gerade in der Schlussphase haderten die Brucker mit den Pfiffen des Duos Jannik Otto aus Barrien und Raphael Piper aus Kiel. Einmal etwa ließen die Unparteiischen das Spiel trotz angezeigter Auszeit von Wild noch weiterlaufen. In einer anderen Szene monierte der Brucker Coach erfolglos einen klaren Schrittfehler eines Hamburgers. Trotzdem sagt Wild: „Wir können viele positive Aspekte aus dem Spiel mitnehmen.“

Ob die Panther diese Aspekte bereits am Samstag anbringen können, steht aber noch in den Sternen. Gegner Bietigheim hatte seine Mittwoch-Partie gegen Lübeck-Schwartau wegen eines Coronafalls abgesagt. Wie es weitergeht, steht noch nicht fest. „Aus sportlicher Sicht würde ich das Spiel gerne bestreiten“, sagt Wild. Gesundheitlich wäre dies seinen Spielern gegenüber aber fahrlässig.

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