Sah Rot: Panther-Trainer Martin Wild bekam gegen Bietigheim die Rote Karte gezeigt. Nach dem Spiel ärgerte er sich: „Da werden Aktionen auf der einen Seite gepfiffen, auf der anderen nicht.“
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Sah Rot: Panther-Trainer Martin Wild bekam gegen Bietigheim die Rote Karte gezeigt. Nach dem Spiel ärgerte er sich: „Da werden Aktionen auf der einen Seite gepfiffen, auf der anderen nicht.“

Handball 2. Bundesliga

Immer Ärger mit den Schiedsrichtern: TuS-Rotsünder gibt sich vor Lübeck-Partie selbstkritisch

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Glück mit den Schiedsrichtern kann man den Panthern im Jahr 2021 nicht nachsagen. Jetzt wartet auf den TuS Fürstenfeldbruck der VfL Lübeck in der 2. Handball-Bundesliga.

Fürstenfeldbruck – Glück mit den Schiedsrichtern kann man den Panthern im Jahr 2021 bislang nicht nachsagen. Bei den beiden knappen Niederlagen gegen Bietigheim und Rimpar fällten die Unparteiischen so manch seltsame Entscheidung gegen die Brucker TuS-Handballer. Von Jan und Manuel Lier erhoffen sich die Brucker nun ein bessere Händchen. Das Brüderpaar leitet die Partie gegen Lübeck-Schwartau am Samstag, 19.30 Uhr, im Pantherkäfig.

Panther kassieren vier Rote Karte in zwei Spielen

Sah doppelt Rot: Nicht nur beim Anblick von Bietigheims Trikots sah Tobias Prestele Rot, auch der Schiri zeigte ihm im Spielverlauf die gleichfarbige Karte.

Vier rote Karten – darunter eine gegen Coach Martin Wild – hatten die Brucker in den beiden Nachholpartien kassiert. Und auch das Verhältnis der Zeitstrafen und Siebenmeter fiel meist zugunsten des Gegners aus. TuS-Spielmacher Falk Kolodziej, der gegen Rimpar früh des Feldes verwiesen worden ist, fasst sich aber auch ein wenig an die eigene Nase.

Er glaubt jedenfalls nicht, dass die Schiris den Panthern grundsätzlich etwas Böses wollen. „Wir müssen uns auch ein bisschen beruhigen, vielleicht bekommen wir gegen Ende der Spiele dann auch mal die Pfiffe, wenn wir uns nicht so sehr mit den Schiris beschäftigen“, sagte er nach seinem Platzverweis beim Derby.

Neben den jüngsten Leistungen der Unparteiischen trübte aber etwas ganz anderes die Stimmung bei den Panthern: Die Verletzung von Alexander Leindl aus dem Rimpar-Spiel stellte sich als der befürchtete Kreuzbandriss heraus. „Irgendwie war es uns schon während des Spiels klar“, sagt Coach Wild. Für ihn ist der neuerliche Ausfall Leindls, der sich zuletzt von einer schweren Schulterverletzung wieder zurück gekämpft hatte, eine ganz bittere Pille. Zum einen für den Spieler selbst: „Alex investiert mit am meisten, um gesund und fit zu bleiben.“ Zum anderen aber auch, weil die Zahl der Linkshänder im Kader einmal mehr schrumpft. Auch Benedikt Hack fällt weiter aus.

Panther-Coach ist auf der Suche nach Verstärkungen

Mit Gianni Huber und Benedikt Hagitte stehen zwar noch zwei Spieler aus der zweiten Reihe parat. Dennoch versucht Wild, eine externe Lösung an Land zu ziehen. „Ich telefoniere gerade ein bisschen herum“, sagt der Trainer. Vollzug kann er aber noch nicht melden. Die finanziellen Mittel des TuS für Verstärkungen sind bekanntermaßen beschränkt.

Mit seinem verbleibenden Rudel ist der Übungsleiter trotz der jüngsten Pleiten sehr zufrieden. Gegen Rimpar habe man ohne Leindl, ohne Kolodziej und vor allem erneut ohne Zuschauer handballerisch absolut mitgehalten. „Ich sehe keinen Grund, etwas an unserer Spielweise zu ändern“, sagt Wild. Vielmehr baut er auf das Credo: „Wir müssen es immer weiter probieren und dürfen nicht aufstecken.“ Dann würden sich die Erfolge auch wieder von selbst einstellen. Der Optimismus und die Leidenschaft im Team seien – abgesehen vom Schock über die Leindl-Verletzung – jedenfalls herausragend gut.

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