Handball 3. Bundesliga

TuS verwöhnt Fans mit Platz an der Spitze

Fürstenfeldbruck – Ein Wahnsinn, der einfach kein Ende zu nehmen scheint. Die Handballer des TuS Fürstenfeldbruck bauten am Samstag mühsam ihre beeindruckende Startserie aus, während die Konkurrenz fleißig Federn ließ. Logische Konsequenz: die Tabellenführung in der 3. Liga Süd.

TuS-Trainer Martin Wild machte seinem Ruf als Handball-Experte einmal mehr alle Ehre. Wie von ihm prognostiziert, taten sich seine Handballer-Panther gegen die bislang erst einmal siegreiche SG Kronau-Östringen II sehr schwer. Am Ende stand jedoch ein 29:27 (14:13)-Heimerfolg zu Buche. „So ändern sich die Zeiten. Vor zwei Jahren gab es viel Lob für unsere knappe Niederlage hier gegen Kronau. Jetzt gibt es ein bisschen Kritik, obwohl wir gewonnen haben“, sagte Wild.

Schuld daran sind sie selbst, denn sie haben ihre Fans zuletzt mit Erfolgen verwöhnt. Am Samstag bewiesen sie aber dennoch, dass sie nach dem Ausrutscher der SG Nußloch zu Recht die Tabellenführung in der 3. Liga Süd übernahmen.

Trotz einer sehr durchwachsenen Vorstellung erkämpften sich die Panther den Sieg gegen die Reserve des Deutschen Meisters Rhein-Neckar Löwen. „Früher hätten wir solche Spiele wohl verloren. Wir sind einfach routinierter geworden“, bilanzierte Wild. Dass seine Mannschaft besser spielen kann, gab er unumwunden zu. „Wir sind mit der 4-2-Abwehr des Gegners nicht so zurecht gekommen. Wir haben im Angriff nie unseren Rhythmus gefunden“, bekannte Wild.

Dennoch hätten es sich die Gastgeber am Samstag in der mit 650 Zuschauern sehr gut gefüllten Wittelsbacher Halle leichter machen können. Bezeichnend waren die Minuten vor der Halbzeit. Beim Stand von 14:10 war der TuS auf dem besten Weg, eine komfortable Führung mit in die Pause zu nehmen. Doch leichte Fehlwürfe und mangelndes Abwehrverhalten brachten die Gäste auf 13:14 heran. Dies war symptomatisch für die Begegnung. „Wir hatten wie erwartet Probleme mit ihren schnellen Außenspielern“, gab Wild zu.

Auch in der zweiten Halbzeit konnten sich die Gastgeber erst in den Schlussminuten entscheidend absetzen. Zuvor mussten oft Einzelaktionen von Sebastian Meinzer und Tizian Maier den TuS vor Schlimmerem bewahren. Die Partie wurde zum Ritt auf der Rasierklinge. Mit ihrem fanatischen Publikum im Rücken reichte es am Ende dennoch zum sechsten Saisonerfolg.

„Im Fußball würde man sagen: ein schmutziges 1:0“, so Wild. Da auch der nächste Gegner TSB Heilbronn-Horkheim unerwartet in Oftersheim verlor, reisen die Panther am Samstag nun mit vier Punkten zu einem der großen Meisterschaftsaspiranten.

Tobias Huber

 

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