Antreiber und Motor des TuS-Spiels: Korbinian Lex (in schwarz) kämpft mit den Panthern um den Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga.
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Antreiber und Motor des TuS-Spiels: Korbinian Lex (in schwarz) kämpft mit den Panthern um den Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga.

Handball 2. Bundesliga

Er führt das Panther-Rudel an: Kapitän Korbinian Lex spielt seit 2013 für den TuS

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Bayernliga – 3. Liga – 2. Bundesliga: Kaum einer verkörpert den Aufstieg der Panther so, wie Korbinian Lex.

Fürstenfeldbruck – Der 29-jährige Rückraumspieler ist nicht nur Kapitän und Abwehrchef der Brucker TuS-Handballer. Er ist auch den Weg ins Profilager komplett mit den Panthern mitgegangen.

Als Lex als 21-Jähriger im Jahr 2013 aus Trudering an die Amper wechselte, war das Ziel beim TuS der Aufstieg. Aber nicht etwa in die 2. Bundesliga, wo sie jetzt spielen. Die 3. Liga war vielmehr das Ziel. Handball in einer Profiliga fand bestenfalls in den Fantasien der Spieler statt. „Mein Traum war es schon einmal, höherklassig zu spielen“, sagt Lex. Damals war das eben genau das: ein Traum. Der hat sich mittlerweile erfüllt.

Panther beißen sich unter Lex‘ Führung in der 2. Liga fest

Spaziergänge sind für Korbinian Lex eine gute Möglichkeit, um von dem stressigen Alltag als Amateursportler im Profi-Handball abzuschalten.

Lex und die Panther schafften 2013 tatsächlich Meisterschaft und Aufstieg in die 3. Liga. Sechs Jahre später folgte der Sprung ins Profi-Haibecken der 2. Bundesliga – und das als reine Amateurmannschaft. Die nötigen Punkte, um die rote Laterne abzugeben, haben sich die Panther zwar noch nicht erarbeitet – wohl aber den Respekt der Gegner.

Nach der klaren Auftaktpleite gegen Eisenach, als Pantherdefensive gleich einmal 36 Gegentore schlucken musste, hatte Kapitän Lex noch mehr Tempo und weniger Fehler gefordert. Mit Erfolg. Die als Absteiger Nummer eins gehandelten Brucker sind immer noch mitten drin im Kampf um den Klassenerhalt, auch weil die von Lex geführte Abwehr im Lauf der Spielzeit immer mehr zur gewohnten Form zurückgefunden hat. Das bekam sogar Altmeister Gummersbach beim Sensationssieg der Panther zu spüren. Außerdem steuert der baumlange Rückraumspieler auch immer wieder im Angriff Tore bei – zuletzt sieben Stück in Wilhelmshaven.

Lange Auswärtsfahrten stellen Berufstätige vor Herausforderungen

Dass die Brucker Panther als reine Amateur-Mannschaft in der 2. Bundesliga spielen, fordert natürlich seinen Tribut. Während sich die Gegner unter der Woche voll auf Training, Physiotherapie und Erholung konzentrieren können, geht Lex seinem Beruf als Mess- und Regeltechniker bei den Stadtwerken München nach. Neben der körperlichen Belastung hat das Auswirkungen auf die Urlaubsplanungen des Abwehrchefs, da bei den Profis auch Wochentagsspiele ohne Rücksicht auf den Anfahrtsweg angesetzt werden. „Bei weiten Fahrten nehme ich schon mal zwei Tage frei“, sagt Lex. Ein Großteil des Jahresurlaubs geht dabei für den Handball drauf.

Wohl dem, der einen Partner hat, der das zeitintensive Hobby mitmacht – zumal sich die Zahl der Trainingseinheiten seit Bayernligazeiten von drei auf fünf in der Woche erhöht hat.

Das Verständnis seiner Nina ist Lex dabei sicher. Der Grund: „Sie ist selbst Sportlerin, spielt Handball und macht Cheerleading“, sagt Lex. Und so konnte Lex sich im vergangenen Jahr nicht nur den Traum von der 2. Bundesliga erfüllen, sondern im Juli auch noch seine Hochzeit feiern.

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