Kräftig zugepackt hat die Panther-Abwehr zunächst gegen die Gäste aus Konstanz. Am Ende war es aber Torhüter Michael Luderschmid (grünes Trikot), der den Sieg mit seinen Paraden festhielt.
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Kräftig zugepackt hat die Panther-Abwehr zunächst gegen die Gäste aus Konstanz. Am Ende war es aber Torhüter Michael Luderschmid (grünes Trikot), der den Sieg mit seinen Paraden festhielt.

Handball 2. Bundesliga

Latte sichert erneut den Sieg - Panther feiern gegen Konstanz dritten Heimerfolg

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Wieder Konstanz, wieder Tom Wolf mit einem Wurf in letzter Sekunde, wieder Latte: Der 26:25 (15:11)-Sieg der Panther am Samstagabend war ein ganz besonderes Déjà-vu.

Fürstenfeldbruck – Gleichzeitig war es der dritte Heimsieg in Folge, mit dem die Brucker TuS-Handballer erneut die rote Laterne in der 2. Bundesliga abgeben. Ganz so spektakulär wie vor zwei Jahren, als Wolfs Wurf im Kreuzeck kleben blieb und in der Handballwelt damit für Aufsehen sorgte, war es dieses Mal allerdings nicht. Trotzdem kürte Brucks überragender Spielmacher Falk Kolodziej die Latte schon einmal zum Most Valuable Player – also dem wichtigsten Spieler – der Panther in Heimspielen gegen Konstanz.

Dass das Torgestänge den Sieg in einem Nervenkrimi rettete, war diesmal aber auch einem Brucker zu verdanken: Torhüter Michael Luderschmid gab dem Ball die entscheidende Richtungsänderung. Es war die letzte von insgesamt drei Großtaten in der Schlussphase, mit denen der Hexer seiner Mannschaft die zwei Punkte festhielt.

Nach deutlicher Führung wird die Partie zum Nervenkrimi

Ziemlichen Diskussionsbedarf hatte der TuS-Coach nach einigen Entscheidungen der Unparteiischen.

In den 59 Minuten zuvor schickten die Panther ihren Coach Martin Wild durch ein Wechselbad der Gefühle. Erst war er hochzufrieden, dann litt er in einem ziemlichen Nervenkrimi. Denn seine Mannschaft verspielte beinahe einen Sieben-Tore-Vorsprung. Los ging es aber erst einmal mit Brucker Dominanz. „Unsere offensive Abwehr hat so gegriffen, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagt der Panthercoach. Auch den Ex-Brucker Markus Danger am Kreis hatten die Panther gut im Griff.

Johannes Stumpf, der nach überstandener Knieverletzung mit vier Toren sein Comeback feierte, ergänzt: „Bei sechs gegen sechs hatten wir Konstanz gut im Griff.“ Damit deutet der Rückraumspieler aber auch gleich die Krux im weiteren Spielverlauf an.

Als der Konstanzer Coach Daniel Eblen für seinen Torhüter einen siebten Feldspieler brachte, setzte er die Brucker damit massiv unter Druck. „Wir haben zwar weiter gearbeitet und gekämpft, aber irgendwie ist trotzdem immer das Gegentor gefallen“, sagt Stumpf. „Das war schon irgendwie demotivierend.“ Wild bescheinigte den Gästen, den siebten Mann stark gespielt zu haben: „Wir hatten nicht einmal einen Ballgewinn, konnten nicht einmal aufs leere Tor werfen.“

Falk Kolodziej: „Wir hatten zu viele Einzelaktionen“

Dazu kam, dass sich die Panther auch im Angriff immer mehr verzettelten. Kopflos habe man agiert, wie Kolodziej sagt. „Wir hatten zu viele Einzelaktionen.“ Dazu sei man auch in der Abwehr nicht mehr an die Gegenspieler rangekommen. Der vermeintlich klare 20:13-Vorsprung aus der 37. Minute schmolz dahin. „Und auf einmal stand es unentschieden“, sagt Kolodziej.

Erzielt hatte das 25:25 rund eine Minute vor Schluss ausgerechnet der zweite ehemalige Panther im Konstanzer Dress: Matthias Hild. Die Partie drohte zu kippen. Am Ende war es neben den Paraden von Luderschmid die Nervenstärke von Kolodziej, die den Panthern den Abend rettete.

Der Spielmacher hatte nach überragenden 40 Minuten selbst mit ein, zwei Ballverlusten zur brenzligen Situation beigetragen. Doch im entscheidenden Moment fing er sich wieder und jagte den Ball 34 Sekunden vor Schluss zum 26:25 in die Maschen. Kolodziej: „Ich musste schießen. Da denkt man dann nicht mehr nach, sondern will das Ding nur irgendwie ins Tor kriegen.“

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