Nichts zu verlieren haben die Panther mit Stephan Seitz (schwarzes Trikot, hier gegen Hamburg) gegen den Tabellenzweiten Nettelstedt. Der Youngster darf sich mit Johannes Luderschmid auf routinierte Unterstützung freuen.
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Nichts zu verlieren haben die Panther mit Stephan Seitz (schwarzes Trikot, hier gegen Hamburg) gegen den Tabellenzweiten Nettelstedt. Der Youngster darf sich mit Johannes Luderschmid auf routinierte Unterstützung freuen.

Handball 2. Bundesliga

Panther reaktivieren für Partie gegen Nettelstedt-Lübbecke erneut Johannes Luderschmid

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Der TuS Fürstenfeldbruck empfängt am Samstag, 19.30 Uhr den TuS Nettelstedt-Lübbecke in der 2. Handball-Bundesliga.

Fürstenfeldbruck – Eigentlich hat Johannes Luderschmid seine Karriere bereits beendet – und zwar dreimal. Doch wie schon in den vergangenen beiden Spielzeiten in der 3. Liga springt der Routinier den Panthern auch eine Klasse höher wieder helfend zur Seite. Im Heimspiel gegen Nettelstedt-Lübbecke am Samstag, 19.30 Uhr, feiert der 35-jährige Abwehrspezialist sein Debüt im Profihandball. Johannes Luderschmid hatte seine gesamte Karriere beim TSV Friedberg zugebracht und wollte diese schon ausklingen lassen. Doch dann lotste ihn Bruder und TuS-Torhüter Michael an die Amper.

In der Saison 2018/2019 trug der Abwehrrecke erstmals das Trikot der Brucker TuS-Handballer – und wurde nach der Saison bereits verabschiedet. Ein Jahr später half Luderschmid erneut aus. Und nun feiert er sein drittes Comeback und kommt so im Herbst seiner Karriere noch zum Profihandball.

„Er wurde zweimal Meister in der 3. Liga – einmal mit Friedberg, die den Aufstieg damals ablehnten, und dann mit uns“, berichtet Panthercoach Martin Wild. „Die Partie gegen Nettelstedt ist aber sein erstes Zweitligaspiel.“ Luderschmid hatte in den vergangenen Wochen regelmäßig mit den Panthern trainiert und dabei offenbar einen guten Eindruck hinterlassen. Wild: „Den Einsatz hat er sich redlich verdient.“

Und er kommt keine Sekunde zu spät. Denn Wild muss bei der Partie gegen die Nordrhein-Westfalen neben seinen Langzeitverletzten nun auch auf Benedikt Hagitte verzichten, der krank das Bett hütet. Ansonsten kann der Pantherdompteur aber auf den Kader der vergangenen Wochen bauen. Der hat zwar zuletzt in Bietigheim beim 25:31 ziemlich Federn gelassen, auf der anderen Seite aber auch Spitzenreiter HSV Hamburg geschlagen. Und in diese Kategorie steckt Wild auch Nettelstedt.

„Für mich ist das die stärkste Mannschaft der Liga“, sagt er. Die Truppe aus dem Lübbecker Stadtteil habe eine ähnliche Qualität wie der HSV oder Gummersbach, sei aber noch breiter aufgestellt. „Das ist jede Position doppelt besetzt.“ So können die Nordrhein-Westfalen über die komplette Spielzeit ein hohes Tempo gehen. Kein Wunder also, dass Wild vor allem vor dem Gegenstoßspiel und der schnellen Mitte der Gäste Respekt hat. Außerdem schwärmt er von „der besten Flügelzange der Liga“.

Gemeint sind Linksaußen Tom Skroblien, der mit 164 Treffern zweitbester Torjäger der Liga ist, und sein kongeniales Gegenüber Peter Strosack, der auf 90 Treffer kommt.

Den Bruckern liegen Partien gegen Spitzenteams bekanntermaßen, wie die Sensationssiege gegen Hamburg und Gummersbach zeigten. Auch gegen den aktuellen Tabellenzweiten erwartet Wild wieder ein tolles Handballspiel. „Wir haben nichts zu verlieren.“

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