Auf dem Hosenboden gelandet: Die Panther haben gegen Emsdetten gleich Reihenweise beste Chancen vergeben und am Ende verdient verloren.
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Auf dem Hosenboden gelandet: Die Panther haben gegen Emsdetten gleich Reihenweise beste Chancen vergeben und am Ende verdient verloren.

Handball 2. Bundesliga

Brucker Chancenfriedhof besiegelt Pleite im Kellerduell Panther rutschen auf den letzten Platz ab

Die Panther haben das Kellerduell der 2. Handball-Bundesliga gegen den TV Emsdetten 27:29 verloren. Damit steht der TuS Fürstenfeldbruck wieder am Tabellenende.

Fürstenfeldbruck – Wenn ein Torjäger zahlreiche Möglichkeiten auslässt, nennt man ihn mithin gerne mal Chancentod. Nimmt man das als Grundlage, dann waren die Panther im Kellerduell gegen Emsdetten ein wahrer Chancenfriedhof. Beim 27:29 (12:14) gegen das Schlusslicht verballerten die Brucker TuS-Handballer mehr freie Würfe, als andere in einer kompletten Partie überhaupt bekommen.

„Das Spiel ist schnell zusammengefasst“, konstatierte Panthercoach Martin Wild unmittelbar nach der Schlusssirene, als feststand: Der TuS ist wieder Tabellenletzter. „Wir haben zu viele freie Würfe liegen lassen.“ Das ging schon in der Anfangsphase los, als die Panther schnell einem 1:5-Rückstand hinterher liefen. Schon da deutete sich an, dass sie große Probleme mit Emsdettens Torhüter Maurice Paske bekommen würden.

Vom Flügel war der Schlussmann so gut wie gar nicht zu überwinden. Und auch sonst bekam Paske oft genug ein Körperteil zwischen Ball und Tor, wenn die Brucker mal wieder zu einem freien Wurf vom Kreis ansetzten. Am Ende gelangen dem Torhüter der Nordrhein-Westfalen satte 13 Paraden und eine Abwehrquote von etas mehr als 34 Prozent.

Auf Panther-Seite konnte lediglich Falk Kolodziej mit acht verwandelten Würfen bei elf Versuchen einigermaßen überzeugen – wobei der Spielmacher auch einen Siebenmeter verballerte. Beim Rest sah es eher düster aus. Linksaußen Tim Kaulitz traf zwar bei fünf von acht Würfen, lieferte seine Fehlwürfe aber ausgerechnet in der entscheidenden Phase ab.

Der ansonsten so wurfstarke Max Horner ließ fünf seiner sechs Chance liegen, Johannes Stumpf traf von vier Würfen keinen einzigen – wobei man dem Duo zugute halten muss, dass beide angeschlagen ins Spiel gingen und nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren.

Trotzdem: „Das war einfach nicht gut genug, um ein Spiel zu gewinnen“, musste Wild zugeben. Dabei machte Emsdetten die Tür für die Brucker durchaus immer wieder einen Spalt weit auf. Anstatt den Fuß reinzustellen und die Partie zu biegen, leisteten sich die Panther aber auch immer wieder Ungenauigkeiten beim finalen Pass. Statt Torchance hieß es dann: Ballbesitz für den Gegner.

In der Schlussphase versuchte Wild noch einmal alles und stellte auf eine Manndeckung über das ganze Feld um. Unter Druck leisteten sich die Gäste tatsächlich Fehler, sodass die Panther den Rückstand sogar noch auf ein Tor verkürzen konnten. Nach einer Auszeit konnten die Gäste dann aber Sören Kress freiblocken, der mit dem 29. Emsdettener Tor die Brucker Niederlage besiegelte. Wild: „Die Chance war da, aber wie haben sie liegen lassen. Wir sind selbst schuld.“

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