Es ist zum Verzweifeln: Wie schon so oft in dieser Saison stehen die Panther um Trainer Martin Wild nach großem Kampf mit leeren Händen da.
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Es ist zum Verzweifeln: Wie schon so oft in dieser Saison stehen die Panther um Trainer Martin Wild nach großem Kampf mit leeren Händen da.

Handball 2. Bundesliga

Moral-Weltmeister unterliegen knapp: Panther kassieren 32:35 in Wilhelmshaven

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Der TuS Fürstenfeldbruck hat das Auswärtsspiel in der 2. Handball-Bundesliga beim Wilhelmshavener HV 32.35 verloren.

Fürstenfeldbruck – Gäbe es für Moral Punkte, wären die Panther wohl unangefochtener Spitzenreiter in der 2. Bundesliga. Weil am Ende aber die Tore zählen, stehen sie am anderen Ende der Tabelle. Auch in Wilhelmshaven bewiesen die Brucker TuS-Handballer einmal mehr, dass sie nicht aufstecken. Trotzdem stand am Ende eine 32:35 (15:17)-Niederlage.

Coach Martin Wild wirkte nach der Pleite an der Nordsee ein wenig ratlos: „Die Niederlage ist gerade schwer zu greifen“, sagte er. In der Tat bot die Mannschaft wenig Ansätze für Kritik – zumal die Brucker auf sechs wichtige Spieler verzichten mussten: Falk Kolodziej, Tobias Prestele, Alexander Leindl, Benedikt Hack, Felix Kerst und Cedric Riesner fehlen derzeit allesamt verletzt.

Und trotzdem: „Wir hatten das Spiel in der ersten Halbzeit lange voll im Griff“, sagt Wild. Als Ersatz für Spielmacher Kolodziej zog Johannes Stumpf die Fäden im zentralen Rückraum und überzeugte dabei auch als Torschütze. Am Ende standen sechs Treffer auf seinem Konto. Ebenfalls stark spielten Kapitän Korbinian Lex und Tim Kaulitz auf, die beide sieben Tore erzielten.

Dass die Panther ihren sensationellen Sieg gegen Gummersbach am Ende nicht mit einem Auswärtserfolg veredeln konnten, lag in erster Linie an einer kurzen Schwächephase vor und nach der Pause. Gegen Ende der ersten Halbzeit leisteten sich die Panther den einen oder anderen Fehlwurf zu viel und mussten deshalb mit einem Rückstand in die Kabine.

Und der wuchs nach dem Wiederanpfiff sogar noch an. Der Grund: Wilhelmshaven hatte auf eine defensive 6:0-Abwehr umgestellt. „Gegen die haben wir uns erst einmal schwer getan“, sagt Wild. Die Zuspiele an den Kreis, die im ersten Durchgang noch gut funktioniert hatten, waren plötzlich verstellt. Aus dem Rückraum fehlte den Panthern aber das Wurfglück: Sowohl Yannick Engelmann mit zwei Toren bei sechs Versuchen, als auch Sebastian Meinzer, der viermal verwarf, fanden immer wieder im starken Wilhelmshavener Torhüter Levin Stasch ihren Meister.

Auf Brucker Seite bestätigte aber auch Stefan Hanemann seinen starken Auftritt vom Gummersbach-Spiel. Und auch der Angriff fing sich wieder. So bewiesen die Panther ihre berühmte Moral und starteten eine Aufholjagd, die sie knapp zwei Minuten vor Ende noch einmal auf 31:33 heranbrachte – mehr war aber nicht mehr drin. Wild: „Schade, wir waren nah dran. Aber in so einem Spiel muss man einfach noch konsequenter sein.“

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