Der Brucker Flügelspieler Tim Kaulitz (in schwarz) biss sich am Dessauer Keeper Philip Ambrosius die Zähne aus. Lediglich einmal netzte Kaulitz ein.
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Der Brucker Flügelspieler Tim Kaulitz (in schwarz) biss sich am Dessauer Keeper Philip Ambrosius die Zähne aus. Lediglich einmal netzte Kaulitz ein.

Handball 2. Bundesliga

Panther verzweifeln am gegnerischen Torhüter - TuS unterliegt Dessau-Roßlau deutlich

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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So deutlich war es seit dem 25:40 am zweiten Spieltag gegen Gummersbach nicht mehr: Die Panther kamen gegen Dessau-Roßlau richtig unter die Räder.

Fürstenfeldbruck – 20:32 (8:15) hieß es am Ende aus Sicht der Brucker TuS-Handballer. „Ein Spiel zum Abhaken“, konstatierte Coach Martin Wild. Dabei lief in den ersten fünf Minuten noch alles nach Plan. 2:0 stand es nach Toren von Julian Prause und Sebastian Meinzer. Torhüter Michael Luderschmid entschärfte den dritten Angriff der Gäste. Doch dann läutete der beste Mann auf dem Platz die Wende ein: Dessaus Keeper Philip Ambrosius, vor dem Wild schon vor der Partie gewarnt hatte, verhinderte gegen den freien Meinzer das Brucker 3:0.

Am Ende hatte Ambrosius 17 Paraden und eine Abwehrquote von 53 Prozent in seiner Statistik stehen. Vor allem gegen die Flügelspieler hielt der Torhüter überragend: Stephan Seitz brachte nur zwei seiner fünf Würfe im Tor unter, Tim Kaulitz sogar nur einen bei ebenso vielen Versuchen.

Dass sich die Schützen zu viele Gedanken über den starken Keeper gemacht haben, glaubt Brucks Yannick Engelmann nicht: „Vor dem Spiel denkt man nicht darüber nach, wer da im Tor steht.“ Allerdings sei es bei keinem Panther im Abschluss gelaufen, obwohl man natürlich motiviert ins Spiel gegangen sei. „Aber jeder freie Wurf, den man vergibt, ist halt wieder ein Tiefschlag.“

Bei sechs, sieben Toren Rückstand sei es dann schwer, sich wieder heranzukämpfen – zumal die Wurfquote auch in der zweiten Halbzeit nicht besser wurde. Da scheiterten die Panther dann gar nicht mehr so oft an Ambrosius – der Torhüter lieferte zwölf seiner 17 Paraden im ersten Durchgang ab – sondern warfen zunehmend auch neben das Tor.

Ob das daran lag, dass man den Torhüter nun mit besonders platzierten Würfen überwinden wollte? Engelmann: „Man versucht zwar, den Torhüter nicht in seinen Kopf zu lassen, aber bei manchen ist es vielleicht unbewusst doch passiert.“ Alleine an der Leistung des gegnerischen Keepers wollte der Rückraumspieler die Niederlage aber definitiv nicht fest machen, zumal die Panther es Ambrosius auch zunehmend leicht machten. „Unsere Auswahl an Würfen war heute einfach nicht gut genug.“

Wild kritisierte außerdem, dass seine Spieler zu schnell vom Spielplan abgewichen seien. „Man hat den Spielern zu früh die eigene Unzufriedenheit angemerkt.“ Zum Teil hätten sie völlig undiszipliniert gespielt. Wild: „Bei uns hat heute nichts funktioniert.“

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