Vergeblich dagegen gestemmt: Trotz einer überragenden Leistung der Panther (schwarze Trikots) waren die Favoriten aus Nettelstedt-Lübbecke am Ende um ein Tor besser.
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Vergeblich dagegen gestemmt: Trotz einer überragenden Leistung der Panther (schwarze Trikots) waren die Favoriten aus Nettelstedt-Lübbecke am Ende um ein Tor besser.

Handball 2. Bundesliga

Drama in sieben Sekunden: TuS verliert nach spätem Ausgleich doch noch gegen Lübbecke

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Ein Gegentreffer in aller letzter Sekunde brachte die Brucker Panther gegen den TuS Lübbecke um eine erneute Sensation in der 2. Handball-Bundesliga.

Fürstenfeldbruck – Was für eine bittere Sekunde für die Panther: Nach Gummersbach und Hamburg hatten sie mit dem TuS N-Lübbecke das dritte Spitzenteam am Rande des Punktverlusts. Doch ein Gegentreffer bei Spielzeit 59:59 machte die nächste Sensation zunichte – nachdem die Brucker TuS-Handballer den Ausgleich nur acht Sekunden vor Spielende spektakulär erzielt hatten.

20:21 stand es, als der Ball zu Rechtsaußen Stephan Seitz kam. Der sprang ab – doch statt selbst abzuschließen, legte er im Sprung quer auf den heranfliegenden Johannes Stumpf, der den Kempa-Trick zum 21:21 in die Maschen wuchtete. Doch mitten in den Jubel der Brucker hinein stachen die Nettelstedter noch einmal zu. Schnelle Mitte, der Ball landet bei Lutz Heiny, der tatsächlich noch zum Sieg der Lübbecker trifft.

Auch Proteste der Panther – Trainer Martin Wild: „Vielleicht war die schnelle Mitte nicht ganz korrekt gespielt.“ – halfen nichts. Der Treffer zählte. Aus der Traum von der dritten Sensation gegen das dritte Spitzenteam der 2. Bundesliga. Die Panther standen mit leeren Händen da.

Frust pur nach dem späten Gegentor

Top eingestellt hatte Coach Martin Wild seine Truppe um den stark aufspielenden Johannes Stumpf (hinten).

Eine ähnlich bittere Niederlage erlebt zu haben, daran konnte Stumpf sich nach Spielende nicht erinnern. Das Drama in sieben Sekunden zwischen seinem und dem Nettelstedter Treffer beschreibt er so: „Lübbecke spielt sehr schnell. Vielleicht müssen wir da ein Foul hinbekommen, aber das war schwierig. Der Wurf war verdeckt und für den Torhüter spät zu sehen. Ich denke, da kann man keinem einen Vorwurf machen.“

In der Tat hatte Keeper Stefan Hanemann die Panther zuvor mit teils spektakulären Paraden – einmal wehrte er reaktionsschnell sogar einen starken Lupfer eines Nettelstedters noch mit den Fingerspitzen ab – im Spiel gehalten. Nach dem finalen Gegentor lag der Torhüter aber einige Sekunden regungslos auf dem Rücken. Frust pur.

Panther-Coach spricht seiner Mannschaft „Riesen-Kompliment“ aus

In diesen wollte Coach Wild aber nicht einstimmen. Er richtete den Fokus lieber auf die sensationelle Leistung seiner reinen Amateurtruppe gegen einen möglichen künftigen Erstligisten: „Ich muss einmal mehr meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen.“ Ein solches gab es auch von Gästetrainer Emir Kurtagic, der den Bruckern bescheinigte, extrem guten Handball zu spielen. „Wenn wir nur mit einem Prozent zu wenig Einsatz hier aufgetreten wären, hätten wir uns genau so eine Klatsche abgeholt, wie die anderen Spitzenteams hier auch“, sagt der Lübbecker Trainer.

Ein Lob, das Wild gerne annahm. Und so blieben am Ende nur zwei Kritikpunkte. „Vielleicht haben wir den Ausgleich drei, vier Sekunden zu früh erzielt“, sagte Wild. Und Stumpf verwies darauf, dass die Panther es schon vor seinem Treffer zweimal versäumt hatten, den Ausgleich zu erzielen. „Da müssen wir uns vielleicht an die Nase fassen.“

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