Beim Höhenflug gestoppt: Abwehrchef Korbinian Lex und seine Brucker Panther kassierten gegen Altmeister Großwallstadt zu viele Gegentore.
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Beim Höhenflug gestoppt: Abwehrchef Korbinian Lex und seine Brucker Panther kassierten gegen Altmeister Großwallstadt zu viele Gegentore.

Handball 2. Bundesliga Torhüter

Panther-Youngster Louis Oberosler kann Pleite gegen Großwallstadt nicht verhindern

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Wenn ein Torhüter bei 40 Gegentoren von allen Seiten Lob kassiert, heißt das schon etwas. So geschehen bei der 31:40 (14:17)-Niederlage der Panther gegen Großwallstadt.

Fürstenfeldbruck – An Youngster Louis Oberosler lag es jedenfalls nicht, dass die Brucker TuS-Handballer nach zuletzt drei Siegen gegen den Altmeister mal wieder einen Dämpfer kassierten.

Coach Martin Wild sprach von einem unglaublichen Debüt seines erst 18-jährigen Torhüter-Talents. Ein wenig mehr als 40 Minuten stand Oberosler auf dem Feld – und das, obwohl die derzeit nominelle Nummer eins Michael Luderschmid zuletzt in bestechender Form war. Mit acht teils spektakulären Paraden bewies der junge Schlussmann aber, dass das Vertrauen Wilds in ihn absolut gerechtfertigt war.

Dass Oberosler trotz seiner starken Leistung 40 Gegentore kassiert hat, erzählt schon ein wenig die Geschichte des Spiels. Beide Teams gingen extrem hohen Tempo. Mehr als 60 Angriffe sind die Brucker und die Großwallstädter jeweils gelaufen. „Da bleibt dann für die Torhüter trotz des hohen Ergebnisses noch der eine oder andere zum Halten“, scherzte Gästecoach Ralf Bader nach dem Spiel.

Louis Oberosler: „Es hat heute einfach nicht gepasst“

Oberosler war freilich nicht ganz so gut gelaunt: „Es hat heute einfach nicht gepasst“, sagte er zum Spiel der Panther. Vorne habe man zu viele Chancen verworfen. „Und in der Abwehr waren wir auch nicht immer da.“ Von einem Vorwurf an seine Vorderleute war der Youngster aber weit entfernt. „Wir sind ein Team“, sagt er.

Doch die Brucker Abwehrspieler wussten selbst, dass sie am zweiten Weihnachtsfeiertag keine Festtagsleistung abgeliefert hatten. „Wenn man 31 Tore wirft, ist das viel, aber mit 40 Gegentoren kann man kein Spiel gewinnen“, sagt Abwehrchef Korbinian Lex. „Dabei hat Louis richtig stark gehalten.“

Bei den Abprallern sei man aber entweder nicht wach genug gewesen oder habe zu früh in den Tempogegenstoß gehen wollen. So kam Großwallstadt immer wieder zu zweiten Würfen. Überhaupt haben die Gäste die Panther mit ihren eigenen Waffen geschlagen. „Eigentlich wollten wir das Tempo vorgeben“, sagt Lex. „Aber Großwallstadt hat extrem gut mitgehalten.“

Brucker Abwehrbollwerk brachte Gäste-Coach zuvor noch ins Grübeln

Dabei hatte die offensive Brucker Abwehr Gästecoach Bader noch zwei schlaflose Nächte bereitet, wie er selbst berichtete. In den wachen Nächten hat der Übungsleiter aber offenbar die richtige Taktik gefunden, um das Brucker Bollwerk zu knacken. Die Großwallstädter zogen die TuS-Kreisläufer immer wieder aus dem Abwehrzentrum und verschafften sich dadurch Räume in Kreisnähe.

„Großwallstadt war heute einfach die bessere Mannschaft“, musste daher auch Panthercoach Wild anerkennen. Seine Spieler hätten nicht aufgesteckt und noch einmal alle Kräfte mobilisiert, die nach einem Mammutprogramm im Dezember noch im Tank waren. „Heute hat man aber gesehen, wie sehr wir am Limit spielen müssen, um in der 2. Liga zu gewinnen.“

Umwerfen wird die Pleite die Panther aber sicher nicht, wie Lex sagt – „auch wenn wir nach unserem Lauf gedacht haben, dass wir gewinnen“. Oberosler gibt die Marschrichtung für das letzte Spiel des Jahres am Mittwoch vor: „Es geht jetzt einfach weiter, und dann versuchen wir in Hüttenberg die zwei Punkte zu holen.“

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