Handball-Fans feuern in Wittelsbacher Halle TuS an.
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Auf die lautstarke Unterstützung durch ihre Fans mussten die TuS-Panther beim Auswärtsspiel in Gummersbach verzichten.

Handball

Panther vor Ehrfurcht erstarrt: Gegen Gummersbach setzt es eine 25:40-Klatsche

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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In der 2. Bundesliga ist kein Platz für Romantik. Mit dieser Erkenntnis und einer 25:40-Pleite im Gepäck kommen die Panther aus Gummersbach zurück. 

Fürstenfeldbruck – Der Altmeister spielte in einer anderen Handballwelt. „Es ist schon ein Stück weit Ernüchterung eingekehrt“, sagt Coach Martin Wild nach der sich früh im Spiel abzeichnenden Pleite. „Der eine oder andere hatte vielleicht die romantische Vorstellung, dass man als Underdog überraschen könnte“, so der Trainer weiter.

Doch die Brucker TuS-Handballer sind erst einmal auf dem harten Boden der Realität gelandet. Zwar wusste der Brucker Übungsleiter, dass der physische Unterschied zu den Gummersbacher Profis groß sein würde. „Aber dass er dann doch so groß ist...“ Der zwölffache Deutsche Meister war den Brucker Aufsteigern körperlich und in Sachen individueller Klasse haushoch überlegen. „Für uns gab es kein Durchkommen, jeder Fehler wurde sofort bestraft“, sagt Wild.

In der Abwehr taten sich ähnliche Mängel auf wie schon bei der Auftaktniederlage gegen Eisenach. Die Panther agierten zu schüchtern - fast schon ehrfürchtig, wie Wild sagt. „Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen.“ Eigentlich will der Coach eine Truppe aufs Feld schicken, die den Ruf eines ekligen Gegners hat. Dazu gehört eine bissige Defensive. „Aber das schaffen wir momentan nicht.“

Trotz der am Ende deutlichen Pleite fand Wild aber auch positive Aspekte im Spiel seiner Truppe. Denn auch wenn der frühe 2:13-Rückstand eine Schlag ins Gesicht war, gaben sich die Panther nicht komplett auf. Im Gegenteil: Ab Minute 15 konnten sie dem übermächtigen Gegner zumindest ein Stück weit Paroli bieten. Maximilian Horner mit sechs Toren und Johannes Stumpf mit fünf Treffern zeigten zudem, dass sie auch in der dünnen Zweitligaluft genug Sauerstoff bekommen, um sich durchsetzen zu können.

Dennoch wartet auf Wild noch viel Arbeit. „Wir müssen mutiger und nicht mehr so verschüchtert auftreten“, fordert der Übungsleiter, der sein Pantherrudel nun erst einmal wieder aufbauen muss. Eine Saisontendenz will er nach den beiden Auftaktniederlagen jedenfalls noch nicht erkennen. „Eisenach und Gummersbach waren Spiele, bei denen nur die größten Optimisten Punkte erwartet hatten.“ Bei den anstehenden Aufgaben erwartet Wild aber mehr von seiner Mannschaft. „Wir müssen jetzt endlich in der Liga ankommen.“ Dazu gelte es, mit dem Kopf schneller zu werden und das vorhandene Potenzial abzurufen. „Wir können mehr, als wir momentan zeigen.“ Wenn die Panther das umsetzen, dann wäre dann doch wieder etwas Platz für Romantik im Profi-Handball.

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