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Obenauf: Nach einem Jahr Landesliga ist der Eichenauer SV zurück in der Bayernliga.

Handball

Eichenau steigt in die Bayernliga auf

  • vonHans Kürzl
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Der BHV (Bayerischer Handball-Verband) sorgte mit seiner Entscheidung, sich an der Quotienregelung der bundesdeutschen Spitzenligen anzulehnen, bei etlichen Vereinen im Landkreis für viel Freude.

Landkreis – Vor allem beim Eichenauer SV konnte man über den sofortigen Wiederaufstieg in die Bayernliga jubeln. „Es ist super, dass das geklappt hat“, so Cheftrainer Aleksandar Radukic in einer ersten Reaktion. Dass sich das nun am grünen Tisch vollzog, fühle sich aber ein wenig komisch an. Radukic ließ aber keinen Zweifel daran, dass er den Aufstieg als verdient empfindet. „Wir hatten einen guten Abstand zum Dritten“, betonte der ESV-Coach.

Seine Mannschaft profitiert dabei von der Regelung, dass bei vorgeschriebener Relegation auch der auf dem zweiten Rang stehende Verein das Recht zum Aufstieg bekommt. Bei normalen Verlauf hätte der ESV Entscheidungsspiele gegen den Nordzweiten ausgetragen. Dort hat der TSV Roßtal auf Platz zwei punktgleich vor der HSG Fichtelgebirge geführt.

Bis zu 16 Teams spielen kommende Saison in der Bayernliga

Es werden 14 bis 16 Teams sein, die in der nächsten Saison als Bayernligisten geführt werden. Dazu zählt auch die zweite Mannschaft des TuS Fürstenfeldbruck, die von dem in allen bayerischen Ligen ausgesetzten Abstieg profitiert. Radukic freut sich bei allein vier Mannschaften aus dem Münchner Raum (HT München, SV Anzing, TuS und ESV) auf viele interessante Derbys. Der ESV-Coach kann wohl auch darauf bauen, dass der Kader zusammenbleibt. Es gebe keine Absagen, informiert er.

Gar schon zugesagt hat beim SC Unterpfaffenhofen Trainer Chris Dück. Beim SCU hatte zumindest die Landesligatruppe der Entscheidung des BHV völlig entspannt entgegengeblickt. „Wir waren auf jeden Fall sicher drin“, so Abteilungschef Helmut Schreiner, der aber trotzdem aufatmet: „Jetzt haben wir Klarheit.“ Das trifft genauso auf die zweite Mannschaft zu. Die lag zwar durch den normalen Spielbetrieb sowieso bereits klar auf Aufstiegskurs zur Bezirksliga. „Aber wenn es so richtig feststeht, freut man sich auch darüber“, bestätigte Schreiner.

Er zeigte sich aber skeptisch, ob der Spielbetrieb im September so starte, wie man sich das vorstelle. Die Hallen würden nicht zur Verfügung stehen und nach der langen Pause brauche es eine vernünftige Vorbereitung. „Es wird zudem schwer, die ganzen Abstands- und Hygienemaßnahmen umzusetzen“, so Schreiner. Handball sei wie Fußball Kontaktsport.

TuS-Zweite will die zweite Chance nutzen

Die zweite Garde des TuS Fürstenfeldbruck sieht die Verbands-Entscheidung als zweite Chance. Das Team darf in der neuen Saison wieder in der Bayernliga an den Start gehen, obwohl es auf einem Abstiegsplatz steht. Damit kann sich die TuS-Zweite in einer zweiten Saison in der höchsten bayerischen Liga weiter profilieren. Zeichnete sich in der Rückrunde bereits eine Leistungssteigerung ab, können sie nun beweisen, dass sie zu Recht in der Liga spielen. Das Mannschaftsgefüge bleibt bis auf Ola Schwagerus, der zum TSV Friedberg wechselt, zusammen. Aber in Sachen Teambildung kann sich bis Saisonbeginn noch einiges ändern, erklärt Trainer Stefan Forstmeier.

Wie die Ligen aussehen werden, steht noch nicht fest – nur dass sie in aller Regel mehr Klubs umfassen werden als bisher. Eine Formalie wird aber trotz Corona-Krise unverändert bleiben. Die Mannschaften müssen bis zum 15. Mai gemeldet sein, um die Planung zu erleichtern.

Sollte die Politik am 30. April bei der einberufenen Ministerpräsidentenkonferenz über Maßnahmen oder gar Lockerungen auch im Bereich des Sports entscheiden, wird der BHV die Situation neu bewerten. Dies kündigte er in seiner Mitteilung vom 23. April an.

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