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Die Stimmung kehrt zurück - Volle Hütte beim Heimspiel der Panther erlaubt

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Von: Andreas Daschner

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Einen rappelvollen Pantherkäfig wird es am Samstagabend geben. Die Hallenkapazität darf voll ausgenutzt werden. Einzige Voraussetzung: Die Zuschauer müssen eine Maske tragen – anders als noch beim Heimspiel gegen Balingen im November 2019.
Einen rappelvollen Pantherkäfig wird es am Samstagabend geben. Die Hallenkapazität darf voll ausgenutzt werden. Einzige Voraussetzung: Die Zuschauer müssen eine Maske tragen – anders als noch beim Heimspiel gegen Balingen im November 2019 als dieses Foto aufgenommen wurde. © Peter Weber

Die Panther sind zurück im Alltag 3. Liga. Zum Saisonauftakt empfangen die Handballer des TuS Fürstenfeldbruck den TV Willstätt.

Fürstenfeldbruck – Die Hölle des Südens ist zurück: Am Samstag starten die Panther in die neue Drittliga-Saison – und das ohne Zuschauerbeschränkungen. Die neuen Coronaregeln machen es möglich, dass der Pantherkäfig beim Spiel gegen Willstätt voll besetzt werden darf. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr.

Unter der Woche hatte Coach Martin Wild noch ein wenig gehadert. 280 Zuschauer waren da noch zugelassen. „In anderen Bundesländern dürfen die Hallen schon wieder gefüllt werden“, sagte der Panthercoach und hoffte, dass sich die bayerische Staatsregierung dem noch anschließt. Und tatsächlich: Am Mittwoch verkündete Ministerpräsident Markus Söder die neuen Regeln. Die Wittelsbacher Halle darf demnach voll besetzt werden.

Bei den Panthern lechzt man nach der Zweitligasaison nahezu ohne Zuschauer wieder nach der heißen Atmosphäre im Pantherkäfig. Nur allzu oft machten die lautstarken Fans in engen Spielen den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage aus. Und auch am Samstag dürfte es nicht nur stimmungsmäßig, sondern auch sportlich, eine heiße Kiste werden.

„Willstätt ist gleich ein Gradmesser“, sagt Wild. Er zählt die Baden-Württemberger zum Kreis der Mannschaften, die sich um die Plätze eins bis sechs ein Hauen und Stechen liefern werden. „Willstätt hat den größten und in der Breite vielleicht sogar besten Kader der Liga“, sagt der Pantherdompteur. Der erfahrene Coach Ole Andersen, der auch schon die dänische Frauen-Nationalmannschaft trainierte, habe jede Position dreifach besetzt.

Das sind Verhältnisse, von denen Wild derzeit nur träumen kann. Er muss mit zehn Feldspielern auskommen. Die Rückraumpositionen und der Kreis sind jeweils doppelt besetzt. Eng wird es dagegen auf den Flügeln, wo links lediglich Tim Kaulitz und rechts Gianni Huber zur Verfügung stehen – zumindest bis die Langzeitverletzten Felix Kerst und Benedikt Hack wieder aus dem Lazarett zurück sind. Wilds Prognose: „Bei Kerst könnte es Ende September so weit sein.“ Hack wurde hingegen nochmals am lädierten Kreuzband operiert. Ausfallzeit offen.

Am wenigsten Gedanken macht sich der Übungsleiter über die Besetzung im Tor. Dort steht ihm mit Routinier Michael Luderschmid und Riesentalent Louis Oberosler das vielleicht beste Duo der Liga zur Verfügung. Und das Beste daran: Die beiden sehen sich nicht als Konkurrenten. „Michi Luderschmid ist gleichzeitig der Torwarttrainer von Louis“, sagt Wild. Der im Herbst seiner Karriere stehende Routinier brenne darauf, sein Wissen weiterzugeben. „Er hat richtig Spaß daran, Louis mit auszubilden“, erzählt Wild.

Trotz kurzer Sommerpause und wenig Regenerationszeit brennen die Panther darauf, ihr erstes Heimspiel erfolgreich zu gestalten und den Zuschauern in der Halle eine Show zu bieten. Weil die Besucher der Partie auch nicht registriert werden müssen, hat am Samstag die Abendkasse regulär geöffnet. Rein darf aber nur, wer unter die 3G-Regel fällt: also Geimpfte, Genesene und Getestete. Dies wird vor dem Kartenverkauf kontrolliert. In einem Punkt weichen die Panther außerdem von den Vorgaben der Landesregierung ab. Die würde nämlich auch OP-Masken zulassen. Im Pantherkäfig gilt aber nach wie vor eine FFP2-Pflicht. Abteilungsleiter Michael Schneck will das so. Warum? „Aufgrund der Enge in unserer Halle wollen wir auf Nummer sicher gehen“, sagt er.

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