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Panther-Motor schnurrt wie ein Kätzchen - TuS feiert in Plochingen fünften Sieg im fünften Spiel

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Von: Andreas Daschner

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Sehr dominant trat Max Horner (in Rot, links) in Plochingen auf. Mit zehn Toren war er der beste Werfer der Brucker.
Sehr dominant trat Max Horner (in Rot, links) in Plochingen auf. Mit zehn Toren war er der beste Werfer der Brucker. © Tanja Eikerling

Die Panther bleiben auch im fünften Saisonspiel der 3. Handball-Bundesliga in Plochingen ungeschlagen. Und das, obwohl sich das Lazarett bedrohlich füllt.

Fürstenfeldbruck – Über den VW-Motor sagte die Werbung einst: Er läuft und läuft und läuft. Zu den Brucker TuS-Handballern passt angesichts ihres Kampfnamens aber eine andere Analogie: Der Panther-Motor schnurrt wie ein Kätzchen. Beim 33:27 (20:12) in Plochingen gelang den Bruckern der fünfte Sieg in ebenso vielen Partien.

Dabei gab es noch vor der Abfahrt eine Hiobsbotschaft. Angesichts des Ausfalls von Sebastian Meinzer hatte TuS-Coach Martin Wild noch von Personal-Problemchen gesprochen. Am Samstag hieß es dann: Aus den Problemchen wurden doch noch Probleme. Denn auch Junioren-Europameister Stephan Seitz meldete sich verletzt ab. Die bittere Diagnose: Innenband-anriss im Knie, mehrere Wochen Pause.

Panther-Trainer verordnet seinem Team einen Power-Start

Angesichts des dünner gewordenen Kaders setzte Wild einen ganz besonderen Spielplan auf: „Wir wollten nicht verhalten beginnen, um Kräfte zu schonen, sondern möglichst schon in der ersten Halbzeit alles klar machen.“ Und dieses Vorhaben ging voll auf. Nur knapp acht Minuten lang konnte Plochingen das Spiel offen gestalten, profitierte dabei von Unachtsamkeiten der Brucker gegen die schnelle Mitte der Baden-Württemberger.

Im Sechs-gegen-Sechs standen die Panther dann aber bombensicher. Auch als Plochingen früh einen siebten Feldspieler brachte, ließen sich die Panther nicht aus der Ruhe bringen. Zweimal trafen sie ins leere Tor – und zogen bis zur 15. Minute auf 10:5 davon.

Sehr souverän. Sehr abgeklärt. Sehr cool. So beschrieb Wild das Spiel seiner Truppe in den ersten 30 Minuten. Vor allem Max Horner trat unglaublich dominant auf, kam am Ende auf zehn Tore. Er und Yannick Engelmann gewannen zahlreiche Zweikämpfe und trugen dazu bei, dass Wild ein rundum positives Fazit ziehen konnte: „Im Angriff haben wir auf den Punkt gespielt.“

In Durchgang Zwei ist dann ein wenig die Luft raus

Auch für die Zeit nach dem Pausentee hatte Wild seinen Spielern einen Plan mitgegeben: Möglichst schnell auf zehn Tore davonziehen und damit endgültig alles klar machen. Doch das sollte den Panthern nicht mehr gelingen. „Wir haben uns zu viele Fehlwürfe geleistet, uns zu sehr mit den manchmal seltsamen Schiedsrichter-Entscheidungen beschäftigt“, sagte Wild. Auch die Zielgenauigkeit von Engelmann ließ nach, sodass er am Ende bei fünf Toren stehen blieb.

Im Endeffekt sollte das aber ohne Konsequenzen bleiben. Plochingen kam nicht mehr näher als auf fünf Tore heran. Und dann hatten die Panther doch wieder die richtige Antwort. Dass der Auftritt der Brucker in den zweiten 30 Minuten nicht mehr ganz so souverän war, konnte Wild verschmerzen. „Es ist vielleicht ein Stück weit normal, dass die Aufmerksamkeit bei einer so deutlichen Führung nachlässt.“ Auch ein stotterndes Schnurren ist ein Schnurren.

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