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Zu Hause bleiben sie ungeschlagen: Der HCD Gröbenzell krönt sich zum Drittliga-Meister

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Jubel im Konfetti-Regen: In der Wildmooshalle wurden die Drittliga-Meisterinnen gebührend gefeiert.
Jubel im Konfetti-Regen: In der Wildmooshalle wurden die Drittliga-Meisterinnen gebührend gefeiert. © Tanja Eikerling

Die Handball-Frauen des HCD Gröbenzell sind am Ziel. Dank ihres Siegs über den TSV Wolfschlugen feierte die Mannschaft den Meistertitel in der 3. Liga.

Gröbenzell – Der HCD Gröbenzell hat in der gesamten Saison der Corona-Krise getrotzt und hat sich trotz zahlreicher Widrigkeiten einen Traum erfüllt. Mit einem 27:15 (12:11)-Erfolg in der Nachholbegegnung und dem zugleich letzten Saisonspiel über den Tabellenvierten TSV Wolfschlugen feierte die Mannschaft von Trainer Stefan Weidinger am Mittwochabend vor 243 Zuschauern die Meisterschaft. Schon ein Punkt hätte gereicht, um knapp die Nase vor der Konkurrenz aus Allensbach und Haunstetten zu haben. Aber letztlich verteidigten die Gröbis mit dem Sieg ihre blütenweiße Heimbilanz. Die Wildmooshalle war in dieser Saison für die Gäste uneinnehmbar.

„Eine klasse Leistung einer tollen Mannschaft auf und neben der Platte“, lautete das kurze, aber treffende Saison-Fazit von Co-Trainer Harald Fischer. Und auch Chef-Coach Stefan Weidinger hatte für sein Team viel Lob übrig. „Ich bin mega zufrieden und stolz wie die Mädels unter diesen Voraussetzungen die Saison gespielt haben.“ Dabei fielen immer wieder Leistungsträger aus wie Verena Obermeier, Beatrice Mazzucco oder Christine Königsmann. „Das alles hat die Mannschaft kompensieren können, eine wahrlich überragende Saison gespielt und sich mit dem Meisterschaftstitel belohnt.“

In den ersten 30 Minuten flattern die Nerven

Der letzte Saisonauftritt der Gröbis war in den ersten 30 Minuten allerdings zunächst alles andere als meisterlich. „Die Mannschaft war doch sehr nervös“, stellte Weidinger fest. Kurzfristig war auch noch Saskia Putzke ausgefallen. Zwar gerieten die Gastgeberinnen nie in Rückstand, aber bis zur Pause blieb es eine enge Kiste. Mit einem Ein-Tore-Vorsprung ging es in die Halbzeitpause.

Defensiv eine Macht: Keine Mannschaft kassierte in dieser Saison weniger Gegentore als die Gröbenzellerinnen.
Defensiv eine Macht: Keine Mannschaft kassierte in dieser Saison weniger Gegentore als die Gröbenzellerinnen. © Peter Weber

Im zweiten Durchgang besannen sich die Gröbis auf ihre Tugenden und sorgten innerhalb von sechs Minuten für die Entscheidung. Die Abwehr trat nun stark verbessert auf mit einer überragenden Theresa Bauer im Tor. Nur vier Gegentore in der zweiten Halbzeit sprechen eine deutliche Sprache. Zwischen der 36. und 42. Minute zogen die Gröbis dann mit fünf Toren in Serie von 13:12 auf 18:12 davon. Der Widerstand der Gäste aus Wolfschlugen war gebrochen. Sie fügten sich in die drohende Niederlage, die dann doch noch recht deutlich ausfiel. In den Schlussminuten gelangen den Gröbis dann nochmals sechs Treffer in Serie. Am Ende wurde aus dem knappen Halbzeitvorsprung ein satter Zwölf-Tore-Vorsprung. Mit Ertönen der Schlusssirene verwandelte sich die Wildmooshalle in ein Tollhaus.

Meisterfeier ja, Aufstiegsfeier nein

„Es ist erstaunlich und erfreulich, dass unter der Woche so viele treue Zuschauer den Weg zu uns gefunden haben“, freute sich Weidinger. Natürlich habe man ein wenig gefeiert, aber nicht im großen Stil. Schließlich müsse jeder am nächsten Tag wieder seinen Verpflichtungen nachgehen. „Aber ich bin mir sicher, es wird noch eine Meisterschafts-Party geben.“

Immer gefährlich war der HCD – hier Lisa Salvermoser – im Angriffsspiel.
Immer gefährlich war der HCD – hier Lisa Salvermoser – im Angriffsspiel. © Peter Weber

Eine Aufstiegsfeier wird es allerdings nicht. Auf die Aufstiegsrunde hat der Verein schon vor längerer Zeit verzichtet. Das Frauenhandball-Aushängeschild im Großraum München will sich zunächst verstärkt um optimale Rahmenbedingungen im Frauen- und Jugendbereich kümmern, um somit die Voraussetzungen für hochklassigen Handball in den nächsten Jahren zu schaffen. (Dieter Metzler)

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