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Ungeahnte Kraftreserven: TuS Fürstenfeldbruck gewinnt dank starkem Endspurt gegen Günzburg

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Von: Andreas Daschner

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Die Macht am Kreis: Julian Prause (schwarzes Trikot) wurde gegen Günzburg von seinen Mitspielern immer wieder gut in Szene gesetzt. Der Kreisläufer erzielte vor coronabedingt leeren Rängen sieben Tore.
Die Macht am Kreis: Julian Prause (schwarzes Trikot) wurde gegen Günzburg von seinen Mitspielern immer wieder gut in Szene gesetzt. Der Kreisläufer erzielte vor coronabedingt leeren Rängen sieben Tore. © Tanja Eikerling

Es war ein hartes Stück Arbeit für die Handballer des TuS Fürstenfeldbruck, doch am Ende stand ein 32:27-Sieg über den VfL Günzburg.

Fürstenfeldbruck – Ohne sechs Stammspieler, kräftezehrende Spiele in den Wochen zuvor, der Gegner im Aufwind: In der Schlussphase des Derbys gegen Günzburg standen die Vorzeichen nicht gut für die Panther. Am Ende setzten sich die Brucker TuS-Handballer trotzdem mit 32:27 (14:15) deutlich durch. Das Spiel ist knapp 57 Minuten alt, als Günzburgs Balázs Tóth erst per Siebenmeter an Louis Oberosler scheitert, dann aber den Nachwurf doch im Tor unterbringt. Es steht 27:27 – nachdem die Panther kurz zuvor bereits mit 27:24 vorne waren.

Die Partie drohte zu kippen. Doch dann explodierten die Panther regelrecht. Innerhalb von nur einer halben Minute zogen sie wieder auf zwei Tore davon, Torhüter Louis Oberosler kassierte kein Tor mehr, mit einem 5:0-Lauf in zweieinhalb Minuten holen sich die Brucker den Derbysieg. Und das – man muss es wiederholen – ohne sechs Stammspieler.

TuS-Torhüter blüht in der Schlussphase auf

„Es ist tatsächlich die Frage, wo man die Kraft hernimmt“, sagt auch Oberosler. Er selbst stand sinnbildlich für den Spielverlauf, spielte 50 Minuten lang solide mit kleineren Schwächen („Ich krieg auch ein paar dumme Bälle rein.“), nur um dann das Spiel an sich zu reißen. Die spektakulärste Tat zeigte der Keeper zehn Minuten vor Schluss, als er erst den Siebenmeter und dann auch noch den Nachwurf von Günzburgs Sergi Alá I Sánchez abwehrte.

Das Geheimnis des Erfolgs? „Wir geben immer 100 Prozent und waren auch heute wieder bis zur letzten Minute voll da“, sagt Oberosler. Und hat dann doch eine Vermutung, was die ungeahnten Kraftreserven freigesetzte hat: Emotionen. Denn die Panther waren nach Problemen in der Anfangsphase zeitweise schon mit drei bis vier Toren hinten. „Aber wir sind mit Emotionen ins Spiel zurück gekommen, und über die Emotionen haben wir am Ende auch gewonnen“, sagt Oberosler.

Schiedsrichter-Duo erlebt rebenschwarze erste Halbzeit

Gewisse Schauwerte hatte auch die erste Halbzeit – aber die waren nicht spielerischer oder taktischer Natur. Vielmehr war der fast 30-minütige Totalausfall der Schiedsrichter Benedikt Franz und Dennis Wießmeyer fast schon historisch.

Dass zwei Unparteiische derart konsequent bei wirklich jeder kniffligen und auch viel zu vielen unkniffligen Szenen daneben lagen, hat man im Pantherkäfig jedenfalls selten zuvor gesehen. Panthercoach Martin Wild raufte sich gleich mehrmals verzweifelt die Haare und sagte nach dem Spiel: „Was da in der ersten Halbzeit gepfiffen wurde, ist nicht zu erklären. Wir schütteln immer noch den Kopf.“ Entscheidend war’s am Ende zum Glück nicht. (Andreas Daschner)

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