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Die Hände zum Himmel – diese Jubelpose ist bei den TuS-Panthern zum Markenzeichen geworden.

Handball 3. Bundesliga

Pantherkäfig ausverkauft: Topspiel in der Hölle des Südens

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Die Hölle des Südens wird brennen, wenn der neu aufgegangene Stern im Süden der Handball-Republik strahlt. Als Tabellenführer der 3. Bundesliga fordern Brucks TuS-Panther am Samstag Balingens Bundesliga-Reserve zum Topspiel heraus.

Fürstenfeldbruck – Mit fast 1000 Zuschauern wird die Wittelsbacher Halle wohl restlos ausverkauft sein. 500 Tickets gingen allein im Vorverkauf weg wie warme Semmel. Es gibt noch ein paar Karten an der Abendkasse. Wer eine davon ergattern will, sollte wesentlich früher als zur Anwurfzeit (19.30 Uhr) die Tür zum Panther-Käfig öffnen.

In der Tat ist es das bislang wohl reizvollste Heimspiel für den TuS. „Bislang mussten wir gegen die Spitzenteams ja immer auswärts ran“, erinnert sich Trainer Martin Wild. Die Balinger Reserve ist nun der erste Heimgegner, der für den TuS ein echter Konkurrent im Kampf um Platz eins ist. Vor wenigen Wochen waren beide Teams einen Spieltag lang punkt- und torgleich auf Platz eins gestanden.

Seitdem haben die Panther ihre unglaubliche Siegesserie ungebremst fortgesetzt, während Balingen zuletzt beim Mitverfolger in Pfullingen Federn ließ. Trotzdem liegen die Württemberger nur vier Punkte hinter den Panthern, haben dabei aber ein Spiel weniger absolviert. Kein Wunder, dass Wild von einem „richtigen Topspiel“ spricht.

Einen Favoriten sieht TuS-Trainer nicht. „Die Chancen stehen fifty-fifty“, sagt der Panther-Dompteur. Respekt hat er vor den Balingern allemal. Die haben mit Rückraum-Ass Lars Friedrich und Kreisläufer Christoph Foth Spieler in ihren Reihen, die bis kürzlich noch im Bundesliga-Kader standen. „Um sie herum wurden viele junge Spieler gesammelt – eine gute Mischung“, sagt Wild anerkennend. Vor allem das Tempospiel und die kompakte Abwehr beeindrucken den TuS-Coach. Beides auch Spezialitäten seiner eigenen Truppe. „Balingen hat viele Stärken und wenige Schwächen“, sagt Wild. Auf die Frage, welche Schwächen das seien, druckst er ein wenig herum. „Wir haben im Videostudium Spieler ausgemacht, gegen die wir ins Eins-gegen-Eins gehen wollen“, sagt er dann doch. Wer das ist, so weit will sich der Übungsleiter freilich nicht in die Karten schauen lassen.

Generell will sich Wild aber gar nicht allzu sehr am Stil des Gegners ausrichten. „Wir wollen unser Spiel durchziehen und werden es bestenfalls in Nuancen anpassen.“ Auf jeden Fall rechnet Wild damit, dass Balingen mit einer sehr defensiv ausgerichteten Abwehr an die Amper reisen wird. Dafür habt er sich Rezepte zurecht gelegt.

Einziger Wermutstropfen vor dem Handballfest: Wild bangt noch um den Einsatz seines derzeit vielleicht besten Torjägers. Felix Kerst ist im Training umgeknickt und musste die Übungseinheit mit dickem Knöchel abbrechen. „Noch ist er aber nicht abgeschrieben“, sagt Wild. Ansonsten wird er auf die zuletzt in Pforzheim dominierende Truppe zurückgreifen. Denn auch die Notnägel Christian Haller und Johannes Luderschmid wollen sich das erste Spitzenspiel im Pantherkäfig nicht entgehen lassen und werden einmal mehr aushelfen.

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