Derbys vor vollen Zuschauerrängen, wie hier bei der Partie Eichenau gegen Unterpfaffenhofen, wird es nach Einschätzung des Bayerischen Handballverbands so schnell nicht geben.
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Derbys vor vollen Zuschauerrängen, wie hier bei der Partie Eichenau gegen Unterpfaffenhofen, wird es nach Einschätzung des Bayerischen Handballverbands so schnell nicht geben.

Handball

Saisonstart im Oktober steht auf der Kippe - Verband nennt als Alternative eine Einfachrunde im neuen Jahr

  • vonRoland Halmel
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Nicht nur die Fußballer fischen aktuell im Trüben, was die Wiederaufnahme des Spielbetriebs angeht. Auch die Hallensportler, wie die Handballer, hängen in der Luft. 

Landkreis – Der Bayerische Handballverband (BHV) um Präsident Georg Clarke informierte seine Vereine in dieser Woche in einem Rundschreiben über den derzeitigen Stand der Dinge Der ist nicht gerade erfreulich.

Der Verband sieht große Fragezeichen, ob es wie geplant am ersten Oktober-Wochenende los gehen kann. „Bis zum geplanten Saisonstart sind es jetzt noch knapp fünf Wochen und noch ist keine Lockerung in Sicht – eher im Gegenteil.“ Bei einer Sitzung des Verband-Spielausschusses wurde zuletzt die weitere Vorgehensweise diskutiert, mit dem Ziel, den Vereinen möglichst klare Empfehlungen geben zu können. „Das Ergebnis ist, dass wir derzeit keine Garantie für einen pünktlichen Saisonstart am 3. Oktober geben können“, schreibt der Verband seinen Vereinen.

Am 18.  September soll darüber dann das erweiterte Präsidium entscheiden. Die Entwicklungen von politischer Seite, wie auch in der Pandemie, werden bis dahin beobachtet und berücksichtigt. „Unter den vorherrschenden Einschränkungen dürfte aktuell ein Spielbetrieb tendenziell wohl eher nicht zum Saisonstart vorstellbar sein“, teilt der Verband mit.

Die Gründe dafür sind Schwierigkeiten, die von der Politik vorgeschriebene Hygienekonzepte in der Praxis für den Nicht-Leistungssport umzusetzen. Dazu kommt die Hallenproblematik, da vielerorts noch nicht absehbar ist, wie es um die Verfügbarkeit der Hallen nach den Sommerferien steht. Noch nicht abschließend geklärt ist darüber hinaus die Frage der Haftung im Schadensfall. „Dies sind nur einige der Punkte, die, abgesehen vom medizinischen Gesichtspunkt, derzeit gegen einen Spielbetrieb im Oktober sprechen“, erklärt der BHV.

Ungeachtet dessen arbeitet der Verband an einem praktikablen Hygienekonzept, das bei Entspannung der Lage, von vielen Klubs sehr schnell umgesetzt werden kann. Gleichzeitig finden Überlegungen statt, wie es im Falle einer noch längeren Zwangspause weiter gehen kann. In der Diskussion ist dabei ein Saisonstart erst mit der Rückrunde im neuen Jahr, die dann in Form einer Einfachrunde ausgetragen werden würde.

„Falls sich die Lage deutlich zum Positiven wenden sollte und die Politik Wettkampfspielbetrieb gegebenenfalls auch ohne Zuschauer doch erlauben sollte, dann wären die Handballer innerhalb kurzer Zeit in der Lage, zu starten“, schreibt der Verband. Die umfangreichen Vorarbeiten wären so nicht umsonst und es bestünde Hoffnung für die Verein, bald in die Hallen zu dürfen. „Handball bleibt für uns alle eine große Herausforderung, und bei allem Bemühen, einen Spielbetrieb möglich zu machen, gilt doch eines: Als Verein wie auch als Verband haben wir eine Mitverantwortung für die Gesundheit unserer Mitglieder und deren Familien – dem hat sich grundsätzlich alles andere unterzuordnen“, erklärt der Handballverband.

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