+
Handschlag: HCD-Trainer Hendrik Pleines und sein Dachauer Kollege Stefan Weidinger, der in der neuen Saison sein Nachfolger wird.

Handball

HCD-Kellerderby: Zehn Tore und acht Kilometer machen den Unterschied

  • schließen

Acht Kilometer trennen die Wildmooshalle in Gröbenzell und den gestrigen Derby-Schauplatz, die Georg-Scherer-Halle an der Gröbenrieder Straße in Dachau. Doch den größten Unterschied beim Kellerderby der 3. Bundesliga machten am frühen Sonntagabend zehn späte Tore. Mit dem 28:18 (12:11)-Sieg verschafften sich die HCD-Handballerinnen etwas Luft im Tabellenkeller.

Gröbenzell – Das Team von Trainer-Rückkehrer Hendrik Pleines legte außerdem den Grundstein dafür, dass Dachaus Noch-Coach Stefan Weidinger auch in der neuen Saison ein Drittliga-Team betreut. Der Ex-Brucker hatte seinen Vertrag in Gröbenzell schon vor der Partie unterschrieben.

Trotz aller personeller Turbulenzen in der Vorwoche – beim HCD musste Trainer Konstantin Schlosser gehen, in Dachau sein Kollege Thomas Lukauer – behielten die Gröbis vor 400 Zuschauern zum Auftakt von vier Auswärtsbegegnungen in Serie einen klaren Kopf. Es war ein typischer Abstiegsfight, in dem sie sich erst Mitte der zweiten Halbzeit absetzen konnten, während sich der ASV nun in Richtung Bayernliga orientieren muss.

Die ersten 30 Minuten waren allerdings Handball zum Abgewöhnen. Übernervös verschenkten beide Teams viele Bälle. Der ASV versuchte teilweise mit sieben Spielerinnen die HCD-Abwehr zu knacken. Zweimal ging der Ball dabei verloren, weshalb Weidinger von dieser taktischen Maßnahme schnell wieder Abstand nahm. Auch Kollege Pleines war an der Linie rasend, als ein Vier-Tore-Vorsprung vergeigt wurde.

Jeder in der Halle erwartete ein Abstiegsduell auf Biegen und Brechen. Weidinger, der wie Gröbenzeller Kollege an der Seitenlinie wie ein Derwisch tobte, sah die Gelbe Karte. Aber auch der Dachauer Übungsleiter spürte, dass bei seinen Mädels die Kräfte schwanden. Und dann legten die Gröbis auch noch den berühmten Schalter um. Plötzlich klappte alles. Aus dem 14:14 machten die Gröbis innerhalb von acht Minuten ein 21:14. Das war die Vorentscheidung. Zumal Torhüterin Theresa Bauer immer stärker wurde und kaum noch ein Gegentor zuließ. Am Ende ist allen Gröbenzellerinnen nach 60 kraftraubenden Minuten ein dicker Stein vom Herzen gefallen. 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Volleyballer beenden Saison vorzeitig
Als einer der ersten Sportverbände hatte der Bayerische Volleyballverband (BVV) den Spielbetrieb der Saison 2019/20 aufgrund des Coronavirus für alle Ligen (Frauen und …
Volleyballer beenden Saison vorzeitig

Kommentare