Die Schallmauer geknackt: Fabian Schaffert blieb deutlich unter der Neun-Stunden-Marke.

Triathlon in Roth

Ironman-Familie feiert Papas 60. Geburtstag beim Klassiker

Vater, Sohn und Tochter waren beim legendären Triathlon in Roth gemeinsam auf der Strecke. Puchheims Ironman-Familie Schaffert war dabei auf Rekordjagd.

Fürstenfeldbruck/Puchheim – Knapp 25 000 Einwohner hat das 22 Kilometer von Nürnberg entfernte mittelfränkische Städtchen Roth. Doch zu Deutschlands größtem Sport-Ereignis wird es jedes Jahr im Juli vonMenschenmassen überrollt. Heuer waren 260 000 Zuschauer vor Ort, um 5500 Triathleten bei ihren sportlichen Höchstleistungen zu unterstützen. Darunter der Puchheimer Fabian Schaffert, der mit Vater Friedrich und Schwester Carolin auch noch fast die ganze Familie mit an den Start gebracht hat. Der Papa krönte das Event an seinem 60. Geburtstag mit 12,07 Stunden.

Sohn Fabian hatte sich auch ein großes Ziel gesteckt: Erstmals auf der legendären Langdistanz wollte Fabian Schaffert die Neun-Stunden-Schallmauer knacken. Morgens um 6.50 Uhr stieg er in den Main-Donau-Kanal, um die erste Disziplin, das 3,8-Kilometer-Schwimmen zu absolvieren. Nach 57 Minuten verließ er das Wasser und wechselte aufs Rad, mit dem es 180 Kilometer durchs Frankenland ging. Buchstäblicher Höhepunkt war der Solarer Berg. Schaffert: „Jeder Triathlet wünscht sich, hier einmal durchfahren zu dürfen zwischen zehntausenden Zuschauern, die einen den Anstieg einfach nur so hochfliegen lassen.“ Er selbst war einer der ersten Athleten des Tages, die das genießen durften. Er bewältigte die 180 Kilometer in 4,4 Stunden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 38 Stundenkilometern.

Angefeuert vom Stadionsprecher („Auf geht’s Fabian, genieß’ den abschließenden Marathon“) machte sich der 26-Jährige mit einem Lächeln auf die letzten 42 Kilometer. An der Strecke wurde er von Kollegen des zum Brucker TuS gehörenden TriTeams betreut. Schließlich erreichte Schaffert das Marathon-Ziel nach 3,10 Stunden. Und mit einer Gesamtzeit von 8,52 Stunden hatte er auch das gesteckte Ziel erreicht. Seine in Stockholm lebende Schwester Carolin beendete das Rennen in Roth mit einer persönlichen Fabelzeit von 10,18 Stunden.

Auch zwei Staffeln des TriTeams waren recht flott unterwegs. Jochen Stelzer, Thomas Matthes und Paul Günther kamen nach 8,16 Stunden ins Ziel. Kerstin Hartig, Florian Völk und René Pfaffner (mit Marathon-Bestzeit/2,34) trotz Pannenpech nach 8,34 Stunden.

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