Karius meldet sich bei Twitter zu Wort - Verlässt er Liverpool?

Karius meldet sich bei Twitter zu Wort - Verlässt er Liverpool?
Am Mittwoch zu nachtschlafender Zeit greift Lena Dürr ins olympische Geschehen in Südkorea ein. Qualifiziert hat sie sich schon im November mit einem sechsten Platz beim Weltcupslalom in Levi. Es folgten ein guter 12. Platz in Lienz und ein 13. in Kranjska Gora. In den Rennen des neuen Jahres war Lena Dürr dann etwas aus der Erfolgsspur geraten.

Ski Alpin

Unser heißes Eisen im Olympia-Feuer

In der Nacht auf Mittwoch wird es bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang ernst für die Germeringerin Lena Dürr. Der erste Durchgang im Slalom beginnt um 2.15 Uhr.

Germering Vor ihrer Abreise zu den olympischen Winterspielen in Pyeongchang hat Lena Dürr in ihrer Heimat im Kreise ihrer Familie sowie bei Oma und Opa und Freunden noch einmal ein paar Tage Kraft getankt. Zum ersten Mal in ihrer Karriere geht es für die 26-jährige Germeringerin nicht nur nach Asien, sondern auch zu olympischen Spielen. „Ich bin sehr gespannt“, blickt die Ski-Athletin des Deutschen Skiverbandes (DSV) voraus.

Dass sie in Pyeongchang dabei ist, verdankt Lena Dürr ihrer Familie

Der Start bei Olympia wird vor allem auch vom sogenannten Head Sponsor der Sportlerin mit Spannung erwartet. Das Logo der Germeringer Firma Docuware von Gewerbechef Jürgen Biffar schmückt Lena Dürrs Mütze und Helm.

Für ihre Olympia-Premiere, die sie am 14. Februar beim Slalom-Rennen in Pyeongchang bestreiten wird, ist Dürr gut vorbereitet. In der laufenden Saison hat sie mit starken Ergebnissen auf sich aufmerksam gemacht. Nach vorausgegangenen Jahren mit zahlreichen Ausfällen und verpassten Qualifikationen für die Finalrennen bei Weltcup-Veranstaltungen hat Dürr in der laufenden Saison wieder in die Spur zurückgefunden. Mit drei Top-15-Weltcup-Platzierungen in Levi (6.), in Lienz (12.) und in Kranjska Gora (13.) unterstrich die 129 Mal bei Weltcups gestartete Athletin ihre Olympia-Qualifikation. Hinzu kamen Top-Platzierungen bei den City-Events in Stockholm (9.) und Oslo (5.). Anfang der Woche gewann sie bei im Rahmen der Vorbereitung auf die Asien-Reise einen Riesenslalom beim FIS-Rennen in Lenggries/Brauneck.

Dass sie bei Olympia dabei ist, hat Dürr auch viel ihrer sportbegeisterten Familie zu verdanken. Die Sportlerin des SV Germering wurde von ihrem Vater Peter, einst selbst Weltcup-Abfahrer und Teilnehmer bei den olympischen Winterspielen 1988 in Calgary, von Kindesbeinen an stark gefördert. Zusammen mit ihrer knapp zwei Jahre älteren Schwester Katharina schaffte sie den Sprung in den Weltcup. Auch ihre drei Jahre jüngere Schwester Franziska, die ebenfalls für den SV Germering startete, war mit an Bord.

„Das meiste habe ich meinen Eltern zu verdanken. Mein Papa war der Trainer. Familie und Verein waren eins“, blickt Dürr zurück. Dementsprechend nimmt der Heimatbegriff bei Dürr eine besondere Stellung in ihrem Leben ein. Zumal sie viel unterwegs ist.

Seit Kindesalter ist Lena Dürr es gewohnt, viel auf Reisen zu sein

Zu Hause kann die Slalom-Spezialistin besonders gut ihre Akkus wieder aufladen. Die Wintersportlerin ist in ihrem Beruf viel unterwegs. Da fühlen sich Tage in Germering wie zuletzt nach ihrer Rückkehr vom City-Slalom-Weltcup in Stockholm Mitte letzter Woche gut an. „Heimat hat für mich schon eine große Bedeutung. Ich bin froh, dass ich alle mal wiedersehe. Es ist wichtig für mich, dass ich zu Hause auch mal durchschnaufen kann“, sagt Dürr.

In der Zeit während einer Weltcup-Saison ist die beim Bundeszoll angestellte Sportlerin mit dem DSV-Tross unterwegs – sie nennt ihn ihre „zweiten Familie“. Seit Kindesalter ist Dürr es gewohnt, viel auf Reisen zu sein. In ihrem beruflichen Alltag hat sie ihr soziales Umfeld dementsprechend eingerichtet. Sie habe dort Vertrauenspersonen und „Gaudi“ mit ihren Mädels aus der deutschen Nationalmannschaft. Und sie hatte auch einmal eine langjährige Beziehung mit dem Weltcup-Fahrer Fritz Dopfer. Eine Beziehung, die laut eigener Aussage allerdings schon länger nicht mehr besteht.

Früher zählte zu den engen Vertrauten auch ihre Schwester Katharina. Bis vor knapp drei Jahren fuhr sie bei Rennen des internationalen Skiverbandes (FIS) mit, dann hängte sie ihre Karriere an den Nagel und begann ein Studium. Seitdem ist Lena im Weltcup alleine. „Am Anfang hatte ich das Gefühl, ich kämpfe jetzt alleine für die Familie Dürr. Ich bin jetzt die einzige von uns im Skizirkus. Aber das ändert nichts an meinen Zielen“, sagt Dürr. Unabhängig vom Abschneiden in Südkorea plant die Weltcup-Siegerin des City-Events in Moskau von 2013 noch eine lange Ski-Karriere. „Ich möchte vor allem gesund bleiben und so lange fahren, wie es geht. Das muss man von Jahr zu Jahr sehen. Erstmal habe ich vor, einfach nur schnell Ski zu fahren“, sagt Dürr.

Der Olympia-Slalom in Pyeongchang

wird am frühen Mittwochmorgen ab 2.15 Uhr im ZDF und auf Eurosport live übertragen. Der zweite Durchgang startet um 5.45 Uhr.

von Robert M. Frank

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sie ist Deutschlands Queen auf zwei Rädern
Nach der WM in Brasilien hat Denise Schindler und mehreren Trainingslager-Aufenthalten in ganz Europa hat Radsport-Queen Denise Schindler wieder zugeschlagen. In Köln …
Sie ist Deutschlands Queen auf zwei Rädern

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.