Eichenaus Luis Kleinschnitz und Benjamin Classen besprechen sich im Doppel
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Wurden ihrer Favoritenstellung gerecht: Das Eichenauer Doppel Luis Kleinschnitz (l.) und Trainer Benjamin Classen.

Tennis

Letztes Match im Amperpark geht verloren

  • Thomas Benedikt
    vonThomas Benedikt
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Der TC Eichenau krönt seine perfekte Saison mit dem Derbysieg am letzten Spieltag beim Amperpark Emmering. In einem einseitigen Spitzenspiel setzten sich die Starzelbacher deutlich mit 9:0 durch.

Emmering/Eichenau - Amperpark-Chef Georg Fleischmann hatte es schon vor der Bezirksliga-Begegnung geahnt und das Aufeinandertreffen mit dem Spiel FC Bayern gegen Freiburg verglichen. Wenn man die Gäste aus Eichenau etwas ärgern könne, wäre man schon zufrieden. Die Mannschaft wollte sich schließlich würdig von ihrer liebgewonnenen Spielstätte verabschieden. Es war das letzte Heimspiel, das ein Emmeringer Team auf dem Amperpark-Gelände ausgetragen hat, bevor dieser einem Neubaugebiet weichen muss.

Und zu Beginn der Partie sah es fast so aus, als würde dieser Wunsch aufgehen. Die Einzel an den Positionen zwei, drei und sechs waren allesamt umkämpft. Bei zweien fiel die Entscheidung sogar erst im Match-Tiebreak – beide Male zugunsten der Eichenauer. Und das obwohl die Amperpark-Truppe auf ihre etatmäßige Nummer vier und sechs verzichten musste, während der TC Eichenau erstmals in der laufenden Saison seine vier nominell besten Spieler an Bord hatte.

Nach Regenpause in die Halle

Doch dann kam der Regen und schien den Emmeringer Widerstand ein wenig wegzuwaschen. Die zweite Einzelrunde musste in der Halle ausgetragen werden. Dort gelang es einzig Michael Saller, sich der Eichenauer Übermacht entgegenzustellen. Doch nach einem im Tiebreak verlorenen Satz ging der zweite Durchgang glatt an den favorisierten Hendrik Kalarus.

Emmerings Andreas Grimm stemmte sich vergeblich gegen die Niederlage.

Auf Emmeringer Seite war das Ziel für die drei Doppel klar: zumindest einen Ehrenpunkt holen. Doch an diesem Sonntag half auch die Doppelstärke des Amperpark-Teams nichts. Das Brüder-Duo Fabian und Tobias Hackmann war gegen Eichenau-Trainer Peter Brandersky und Severin Erbach chancenlos. Die Paarung Felbinger/Saller musste nach kurzer Zeit verletzungsbedingt aufgeben, und im Spitzendoppel zogen Georg Fleischmann und Andreas Grimm den Kürzeren gegen Eichenaus Spitzenspieler Luis Kleinschnitz und Benjamin Classen. Das deutliche Endresultat: 9:0 für die Gäste aus Eichenau.

„Wir haben das Spiel ernst genommen. Wir wissen, dass die Emmeringer alle super Tennis-Spieler sind, und wir wollten auf jeden Fall ungeschlagen Meister werden“, sagte Eichenaus Mannschaftsführer Benjamin Classen nach der Partie. Er hofft, dass die Mannschaft nach dem klaren Titelgewinn in der kommenden Saison wieder in der Bezirksliga S aufschlagen darf. Eigentlich sind für diese stark von Corona geprägte Saison keine Auf- und Absteiger vorgesehen. Doch der Bayerische Tennisverband (BTV) hat angekündigt, den Meistern nach Möglichkeit den Aufstieg zu gewähren. Klarheit wird es aber erst bei der Gruppeneinteilung im Januar geben.

Kaderplanungen laufen

Wie der Eichenauer Kader im kommenden Jahr aussehen wird, ist noch offen. Grundlegende Veränderungen sind aber nicht geplant. „Konkret haben wir keine Pläne, den Kader zu verstärken. Aber wir halten immer die Augen offen, und falls wir erfahren sollten, dass wir tatsächlich aufsteigen, würden wir sicherlich nochmal aktiver werden“, so Classen.

Für den Amperpark Emmering ging mit der Derby-Niederlage die gut 19-jährige Geschichte des Vereins zu Ende. Fleischmann blickt trotz der Niederlage und dem Abrutschen auf Tabellenplatz vier wohlwollend auf die Saison zurück. „Wir können damit zufrieden sein.“

Man habe es geschafft, die Nachwuchsspieler an die erste Mannschaft heranzuführen, und trotz aller Rotation eine gute Saison gespielt. Jetzt blickt man mit Vorfreude auf die Fusion mit dem TC Gernlinden. In deren Reihen hat Georg Fleischmann schon einige interessante Spieler ausgemacht. Vielleicht reicht es zusammen dann für mehr, als den Favoriten nur zu ärgern.

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