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Die Feier wird nachgeholt: Die Volleyballerinnen des Eichenauer SV, die „Crazy Chicks“, schlagen in der kommenden Saison wieder in der Bayernliga auf.

Serie: „So geht es meinem Verein“

Mehrfache Aufstiegsfreude beim Eichenauer SV trotz Corona-Zwangspause

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Die Corona-Krise hat auch beim Eichenauer SV den Sportbetrieb lahmgelegt. Und trotzdem hat der Verein derzeit viel Grund zur Freude.

Eichenau – Wo normalerweise fünf Sekunden vor Schluss der Siegtreffer der Handballmänner bejubelt wird oder sich die „Crazy Chicks“, wie sich die Volleyballerinnen nennen, nach verwandeltem Matchball in den Armen liegen – dort herrscht derzeit auf der Tribüne Schweigen, liegt das Parkett der Budriohalle ungenutzt da. Die Corona-Krise hat auch beim Eichenauer SV den Sportbetrieb lahmgelegt. Und trotzdem hat der Verein derzeit viel Grund zur Freude.

Gleich mehrfach profitierten Teams des ESV von Verbandsentscheidungen, wie es mit den abgebrochenen Saisons weitergehen soll. Allen voran die Landesliga-Herren der Handballer dürfen sich über die sofortige Rückkehr in die Bayernliga freuen. Lange hatten sie zittern müssen, doch vergangene Woche fällte der Handballverband die Entscheidung, auch die Tabellenzweiten ohne Relegationsspiel aufsteigen zu lassen.

Etwas früher wussten schon die Eichenauer Volleyball-Frauen Bescheid. Ihnen wurde vom Bayerischen Volleyball-Verband ebenfalls als Zweiter der Landesliga Süd-West das Aufstiegsrecht zuerkannt und damit die Rückkehr in die Bayernliga nach zweijähriger Abwesenheit. Die Vorfreude ist riesig bei den Frauen. Umso mehr schmerzt es sie, dass sie aktuell weder in der Halle noch auf den Sand-Plätzen trainieren können.

Dass diese beiden Mannschaften am härtesten getroffen sind, sieht auch der ESV-Vorsitzende Elmar Ströhmer in Bezug auf die Zuschauereinnahmen und Sponsorengelder. „Es bleibt ja ungewiss, wie Hygienevorschriften, Abstandsregelungen und Sportbetrieb zusammenpassen sollen.“ Das betreffe allerdings Einzelsportarten wie Turnen genauso wie den Teamsport. „Es geht so ziemlich durch alle Abteilungen“, so der Vorsitzende des Eichenauer SV.

Am 20. März wäre eigentlich die Delegiertenversammlung angesetzt gewesen. Sie ist erst einmal auf einen noch unbestimmten Zeitpunkt im Herbst diesen Jahres verschoben. Ströhmer und seine Vorstandskollegen hätten da von einer guten wirtschaftlichen Lage des Vereins berichten können. Diese Bewertung nimmt Ströhmer auch noch Anfang Mai vor. Allerdings verweist er auf die Unkosten, die durch Verwaltung und Abgaben an die verschiedenen Verbände entstehen. Ebenso trage der ESV Verantwortung für über 70 Übungsleiter, die zum Teil auf Minijobbasis angestellt sind. „Wir sind da schon auf die Solidarität unserer Mitglieder angewiesen.“ Gerade im Sinne der Übungsleiter hofft ESV-Chef Ströhmer, die Corona-Krise möglichst unbeschadet zu überstehen.

Zumindest muss sich der Eichenauer SV bei seinen Sportstätten nicht um Unkosten kümmern. Die Instandhaltung der Budriohalle und der Schulturnhallen liegt in der Verantwortung der Gemeinde. Doch da blickt Ströhmer – nun in der Rolle des Gemeinderates, die er auch die kommenden sechs Jahre wahrnehmen wird – zumindest mit Respekt in die Zukunft. „Gut möglich, dass die Gemeinde da kürzer treten muss.“ Dabei hatte Ströhmer als ESV-Vorsitzender in der jüngsten Vereinsbroschüre angemahnt, dass sich die Hallenkapazitäten in Eichenau am Anschlag befinden.

Vereinssteckbrief

Gründungsjahr: 1926
Mitgliederzahl: 1323
Abteilungen: Gewichtheben und Fitness, Handball, Indiaca, Judo, Koronarsport, Radsport, Stockschützen, Theatergruppe, Turnen und Volleyball.
Kontakt: Hauptstraße 60, 82223 Eichenau; Internet: www.eichenauersv.de; E-Mail: mail@eichenauersv.de.

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