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Meisterlicher Abschied von der Meisterschaft

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Fürstenfeldbruck - Sie haben ein 8:8 ertrotzt, aber das wird am Ende wohl wertlos sein. Nach den höchst umstrittenen Querelen mit dem Verband können die Tischtennisspieler des SC Fürstenfeldbruck die Regionalliga-Meisterschaft so gut wie abschreiben.

Es kam wie befürchtet vor mehr als 100 Zuschauern in der Jahnhalle: Der personell geschwächte SCF musste sich gegen Bad Rappenau mit einem Remis begnügen. Der verlustpunktfreie FC Bayern München liegt nun drei Zähler vor den Bruckern, die aber immerhin ihren Zwei-Punkte-Vorsprung auf Bad Rappenau verteidigt haben.

Während Jugend-Nationalspieler Florian Schreiner mit Deutschland den Mannschaftswettbewerb der internationalen portugiesischen Meisterschaft in Lissabon gewann, wurde es in der Jahnhalle dramatisch. Obwohl er dem SCF fehlte, hatte der in Baden-Württemberg residierende Liga-Leiter Bernd Kaltenbach eine Spielverlegung abgelehnt. Auch zur Überraschung von Stephan Pache, der fest mit einem neuen Termin rechnete und deshalb eine USA-Reise gebucht hatte. Als dann auch noch Andras Podpinka drei Stunden vor Spielbeginn mit 39,2 Grad Fieber in Fürstenfeldbruck ankam, schien sich alles gegen den SCF verschworen zu haben.

Die Gäste konnten diese Vorteile jedoch nur begrenzt nutzen. Vor allem, weil die Brucker kämpferisch groß auftrumpften. Podpinka nahm fiebersenkende Mittel und gewann mit einer Energieleistung beide Spitzeneinzel. Dass er den ehemaligen Bundesligisten Stefan Frasch schlagen könnte, war fast zu erwarten. Dass er aber auch Alexander Krieger, den mit einer 15:1-Bilanz besten Regionalliga-Spieler, so klar bezwingen würde, verschlug selbst den Daueroptimisten im Brucker Lager die Sprache. Im Schlussdoppel gingen Podpinka dann aber an der Seite von Istvan Toth doch die Kräfte aus.

Glänzend in Form präsentierten sich auch Ralf Schreiner, der Vater des gerade in Portugal aktiven Jugend-Nationalspielers, und Alexander Rattassep. Ihr Bestes gaben auch die beiden SCF-Reservisten. Der in der Regionalliga noch einzig ungeschlagene Ralf Neumaier war zwar nicht zu bezwingen, doch gegen den Vietnamesen Hai Khanh Nguyen gab sich Andi Spiegel erst nach einem nicht verwandelten Matchball im fünften Satz geschlagen. Zuvor hatte der ebenfalls kurzfristig eingesprungene Andreas Krämer den SCF sogar in Führung gebracht.

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