Florian Bergmeier ist an der Tischtennisplatte kaum zu schlagen.
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Florian Bergmeier ist an der Tischtennisplatte kaum zu schlagen.

Serie: „Bühne frei für den Nachwuchs“

Mit elf gegen 18-Jährige: Tischtennis-Talent Florian Bergmeier ist auf dem Sprung in den Leistungskader

Florian Bergmeier gehört zu den größten Tischtennis-Talenten im Landkreis. Der elfjährige geht heuer erstmals in einer Liga an den Start.

Fürstenfeldbruck – „Ich möchte einfach so gut spielen können wie mein Papa!“ Das sagte der heute elfjährige Florian Bergmeier, als er vor zwei Jahren seinen Vater Jakob beim Tischtennis beobachtete. So begann die noch junge Tischtenniskarriere des damals neunjährigen Florian Bergmeier. Der Papa wurde an der Tischtennisplatte im Keller Florians Trainer.

Florian lernte schnell, und sein Vater hatte noch Kontakt zum Abteilungsleiter des TuS Fürstenfeldbruck, Rudi Lutzenberger. So trat Florian vor einem Jahr der hochgelobten TuS-Tischtennisabteilung bei. „Mein erster Trainer dort war Andras Podpinka, ein ehemaliger Vizeweltmeister“, erzählt Florian. Außerdem könne er auch teilweise mit dem Damenteam aus der dritten Liga zusammen trainieren. „Das sind natürlich fantastische Möglichkeiten“, sagt Papa Jakob.

Vor dem Lockdown trainierte Florian zweimal die Woche – und nahm auch schon an ersten Wettbewerben teil. Sein größter Erfolg war dabei der Sieg bei der Bezirkseinzelmeisterschaft der Jungen 13 im Bezirk Oberbayern Süd vergangenen Oktober. „Ungeschlagen“, wie Florian stolz erzählt.

Auch wegen dieser Leistung wurde der Bayrische Tischtennis-Verband (BTTV) auf das Talent aufmerksam. Also wurde Florian zum Stützpunkttraining in Thalkirchen eingeladen, wo er nun weiter gefördert werden soll. Er hofft, über den Stützpunkt auch in einen der beiden Leistungskader des BTTV zu kommen.

Trotz all der Unterstützung bleibt der Papa die größte Bezugsperson. „Er hat mir alle Basics beigebracht und durch ihn habe ich sehr viel gelernt“, sagt Florian. Auch im Lockdown arbeiten die beiden zusammen. „Zwischen 30 Minuten und einer Stunde täglich“, berichtet Florian.

Neben seinem Vater hat der Gymnasiast aber auch Vorbilder bei den internationalen Tischtennisspielern. Die größten dabei sind der 17-jährige Tomokazu Harimoto und der 20-jährige Wang Chuqin. Ab März will Florian dann auf den Spuren seiner Vorbilder erstmalig in einer offiziellen Liga antreten. „Ich werde für den TuS in der Bezirksoberliga der Jungen 18 spielen, der höchsten Jugendliga“, erzählt der Elfjährige.

Besonders in seinem Alter ist das natürlich ein großer Erfolg. Dabei will Florian dann auch sein TTR-Ranking, welches die Spielstärke angeben soll, weiter verbessern. Aktuell liegt es mit 1125 Punkten noch leicht unter dem bayrischem Durchschnitt.

Außerdem ist der Gymnasiast „begeisterter Fußballer“. Vor dem Lockdown trainierte er zweimal die Woche bei der Spielvereinigung Wildenroth.

Zunächst will sich der Gymnasiast aber auf die Schule konzentrieren. Aktuell besucht er die sechste Klasse des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums in St. Ottilien. „Meine Noten sind gerade gut“, so Florian. Daher hoffe er, auch das Abitur zu schaffen. Wenn das alles klappt, will er danach studieren.

Probleme mit mangelnder Freizeit hatte Florian angesichts des hohen Trainingsaufwands noch nicht: „Das Training mache ich ja freiwillig und gerne.“ In seiner Freizeit hat er noch weitere Hobbys: „Besonders gerne spiele ich Fortnite mit meinen Freunden.“ Bei dem Videospiel könne er über den so genannten Voice-Chat trotz Lockdowns mit seinen Freunden in Kontakt bleiben. Zocken sei aber auch nur dann erlaubt, wenn die schulischen Leistungen passen.

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Paul Burgmeier

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