Martin Smolinski und seine Rennmaschine.
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Aktuell eine schwierige Beziehung: Martin Smolinski und seine Rennmaschine.

Speedway

Olchinger im Wettlauf gegen Körper und Zeit

  • Thomas Benedikt
    vonThomas Benedikt
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Martin Smolinski hofft, bis zum Grand-Prix-Start am 28. August wieder fit zu sein.

Olching – Lange herrschte Ungewissheit, wie es mit dem Speedway Grand Prix weitergehen soll. Die Corona-Pandemie hat den Terminplan gehörig durcheinander gewirbelt. Doch die Organisatoren wagen einen neuen Anlauf. Der Terminkalender steht. Für den Olchinger Speedway-Profi Martin Smolinski beginnt jetzt ein Wettlauf gegen die Zeit. Wird er nach seiner schweren Trainingsverletzung rechtzeitig fit werden, um beim Grand Prix an den Start gehen zu können?

Das erste Rennen der Grand-Prix-Serie ist am 28. August angesetzt, der letzte der insgesamt acht Wettkämpfe am 3. Oktober. An vier Austragungsorten Wroclaw (Polen), Gorzow (Polen), Prag (Tschechien) und Torun (Polen) – wird jeweils freitags und samstags gefahren. Nur so ist der ambitionierte Plan der Grand-Prix-Organisatoren zu schaffen.

Teilnahme am Grand Prix hat heuer die höchste Priorität

Für Smolinski hat die Teilnahme am Grand Prix heuer die höchste Priorität: „Dem Grand Prix ordne ich dieses Jahr alles andere unter.“ Deshalb hat der Olchinger auch auf seinen Startplatz beim Speedway-Grand-Prix-Challenge in Gorican am 22. August verzichtet. Nichts soll seine Vorbereitung und Reha stören. Außerdem war es auch das Gebot der Fairness, das ihn dazu bewegte: „Mir war es wichtig, frühzeitig mit offenen Karten zu spielen, um so dem Fahrerkollegen, der den Startplatz erhalten wird, die best möglichte Vorbereitung auf eines der härtesten Rennen im Rennkalender zu ermöglichen.“

Dass dies ein weiser Entschluss war, belegen die jüngsten Trainingseindrücke. Nach einem ersten Training in Olching legte Smolinski vergangene Woche in Landshut einen weiteren Test ein, um zu sehen wie sein Körper auf die Belastungen auf dem Bike reagiert. Das Resultat fiel ernüchternd aus. „Nachdem das Training in Olching noch gut lief, war in Landshut nach drei Trainingsdurchgängen erschreckenderweise schon Schluss. Ich konnte den Fuß nicht wie gewünscht heben und belasten, wodurch die Kontrolle des Bikes nicht so war, wie gewünscht.“ Die Entscheidung vor Ort lautete: Einpacken.

Der Optimismus des Olchingers schwindet

Solche Rückschläge schlagen auch auf das Gemüt des sonst so zähen und ehrgeizigen Olchingers: „Vor einigen Wochen war ich noch um einiges optimistischer und wollte auch in Schweden beim Ligastart am 11. August dabei sein.“ Stattdessen geht es jetzt zurück in die Reha. Smolinski hofft, dass er in den wenigen Wochen, die ihm bis zum Grand-Prix-Start bleiben, seinen Körper wieder auf Wettkampfniveau bringt. Aktuell muss der Olchinger konstatieren: „Ich bin noch immer weit von meinem Leistungsniveau entfernt und kann gerade aufgrund des in Mitleidenschaft gezogenen Peroneus-Nervs (gemeinsamer Wadenbeinnerv) das Bike nicht so kontrollieren wie ich es im Rennen muss.“

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