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HCD Gröbenzell: Spitzenreiter gewinnt Zitterpartie in Steißlingen

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Von: Dieter Metzler

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HCD-Trainer Stefan Weidinger musste bis zuletzt um den Sieg zittern.
HCD-Trainer Stefan Weidinger musste bis zuletzt um den Sieg zittern. © Peter Weber

Es wurde der von allen erwartete Handball-Krimi, als der HCD Gröbenzell am Sonntagnachmittag beim TuS Steißlingen antrat.

Gröbenzell – Mit einem hauchdünnen Vorsprung von 26:25 (15:14)-Toren verteidigte der letztjährige Drittliga-Meister und aktuelle Tabellenführer aus Gröbenzell seinen Platz an der Tabellenspitze. „Ich bin schon ein wenig stolz auf meine Mannschaft“, sagte nach der nervenaufreibenden Begegnung Gröbenzells Trainer Stefan Weidinger. „Keine Mannschaft konnte bisher hier gewinnen. Das war ein ganz dicker „big point“ für uns.“ Die Gröbenzellerinnen waren von Beginn an hoch motiviert und führten nach einer Viertelstunde mit fünf Toren Vorsprung (10:5). Die Weidinger-Mädels schienen zu diesem Zeitpunkt ihrer Favoritenrolle voll gerecht zu werden.

Der Tabellenfünfte aber, der bereits in der vergangenen Saison dem HCD eine Niederlage verpasst hatte, kämpfte sich mit einer taktischen Maßnahme, mit der die Gröbis eine Weile lang überhaupt nicht zurechtkamen, zurück ins Spiel. Bei ihren Angriffen nahmen sie die Torfrau für eine siebte Feldspielerin heraus. „Damit kamen wir anfangs nicht zurecht in unserer Verteidigung. Sechs gegen sechs war in Ordnung aber sechs gegen sieben, da bekamen wir Probleme“, berichtete Trainer Stefan Weidinger. So gelang es den Gastgeberinnen, den Fünf-Tore-Rückstand wieder aufzuholen.

Der HCD liegt plötzlich vier Tore hinten

In den zweiten 30 Minuten lieferten sich die beiden Topteams ein Duell auf Augenhöhe. Der HCD geriet allerdings innerhalb von sechs Minuten Mitte der zweiten Halbzeit plötzlich mit vier Toren in Rückstand (18:22). War das bereits eine Vorentscheidung zugunsten von Steißlingen? Weidinger bat seine Mädels zum Timeout. Das zeigte Wirkung.

Zehn Minuten vor dem Ende waren die Gröbis wieder dran (22:22). Entscheidend war dabei auch, dass der HCD mit drei Treffern ins leere Tor die taktische Maßnahme der Gastgeberinnen aushebelte. Als die letzten fünf Minuten anbrachen, wurde die Begegnung zu einem reinen Nervenkrimi: Sich jetzt nur keinen Fehlwurf leisten. Als die letzte Spielminute anbrach, hatte Saskia Putzke, die neben Lisa Salvermoser mit jeweils sechs Toren zu den erfolgreichsten Werferinnen beim HCD zählte, das 26:23 erzielt. Drei Tore Vorsprung eine Minute vor Schluss, das sollte reichen, um den Sieg mitzunehmen. Zwei Treffer holte Steißlingen auf, dann erlöste die Schlusssirene die Gröbis, die anschließend ihr obligatorisches Tänzchen in der Halle aufführten. (Dieter Metzler)

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