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Panther müssen Rekordsieg teuer bezahlen

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Von: Andreas Daschner

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Benedikt Hack ist hart gelandet. © Lars Herzog

Der Rekordsieg ist unter Dach und Fach, aber er wurde womöglich teuer erkauft. Mit dem 33:31 (16:16)-Heimerfolg über Kornwestheim feierten Brucks Handball-Panther erstmals zehn Drittliga-Siege in Folge. Doch nun droht der zweite Linkshänder im Team auszufallen.

Fürstenfeldbruck – Die Unglücksszene spielte sich bereits nach neun Minuten ab: Benedikt Hack schloss einen Angriff zur Brucker 5:4-Führung ab. Doch nach seinem Sprungwurf landete er krachend auf dem Hallenboden und blieb zum Schreck der rund 900 Zuschauer in der Wittelsbacher Halle mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Hinterher klärte der Flügelflitzer auf: „Ich bin bei der Landung mit dem Knie nach innen weggeknickt.“ Trainer Martin Wild wollte sich nicht zu einer Diagnose hinreißen lassen. „Wir hoffen das Beste.“ Im Raum steht allerdings ein Kreuzbandriss.

Nach Alexander Leindl, der wegen lädierter Sehnen in der Schulter für mindestens sechs Wochen ausfällt, würde auch der zweite Linkshänder langfristig fehlen. Mit Maximilian Horn steht zwar noch ein dritter im Kader. Der aber ist nach einem Kreuzbandriss erst neulich wieder ins Training eingestiegen. „Selbst wenn die Linkshänder bei uns vakant sein sollten, werden wir bei ihm nichts überstürzen“, kündigte Wild an.

Auf dem Spielfeld bewiesen die Panther aber, dass sie selbst solch ein Schockmoment nicht aus der Fassung bringen kann. „Wir haben Moral bewiesen“, sagte Wild. Auch wenn nicht alles rund lief. „Im Angriff war die Chancenverwertung eines unserer Probleme.“ In der Abwehr habe sein Team vor der Pause ein paar Gegenstöße zu viel zugelassen. Doch trotz dieser Probleme und obwohl die Panther nach Hacks Ausscheiden komplett ohne Linkshänder spielten, wurde das Heft nie aus der Hand gegeben.

Allerdings machten die Kornwestheimer – immerhin Drittliga-Meister von 2018 und eines der besten Auswärtsteams – den Panthern das Leben erwartet schwer. Auch, weil Trainerfuchs Alexander Schurr es tatsächlich geschafft hat, Wild, seinen langjährigen Bekannten, zu überraschen. „Sie haben eine Abwehrvariante gespielt, mit der ich tatsächlich nicht gerechnet habe“, gestand der Brucker Kollege. Damit hätten die Gäste den Spielfluss des TuS gestört. „Taktisch sehr clever“ sei das gewesen, fügte Wild hinzu.

Zudem erwischte auch Kronwestheims Torhüter Jan David einen starken Tag und stoppte immer wieder freie Würfe der Panther. So blieb es bis zur Schlussminute spannend. Für die Entscheidung sorgte schließlich Christian Haller. Der Notnagel aus der dritten TuS-Garde, die zuvor schon ihr Bezirksoberliga-Heimspiel gegen Kempten mit 31:29 gewonnen hatten, erzielte 22 Sekunden vor Schluss mit seinem zweiten Treffer des Abends das entscheidende Tor zum 33:31-Endstand und besiegelte damit den Rekorderfolg. „Zehn Siege in Folge sind schon ungewöhnlich“, konstatierte Wild. Handball-Deutschland erwarte inzwischen bei jedem Spiel auch mal wieder eine Niederlage des Spitzenreiters. Der Trainer: „Aber da haben wir keine Lust drauf.“

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