Denise Schindler macht sich in Kanada auf Medaillenjagd.

Radsport

Paralympic-Star kämpft in Kanada trotz einer Verletzung um WM-Gold

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Eine Medaille bei der Para-Weltmeisterschaft in Kanada - das ist der große Wunsch von Olchings Radsport-Ass Denise Schindler. 

Olching – Die Weltreisende in Sachen Radsport macht sich wieder auf den Weg nach Übersee: Olchings Paralympic-Star Denise Schindler besteigt am Samstag den Jet nach Toronto (Kanada) und fährt dann im Auto ins 40 Kilometer entfernte Milton, wo für die 34-Jährige nächsten Donnerstag die Weltmeisterschaft beginnt. Doch auf die dreifache Gesamtweltcup-Siegerin (2011, 2012, 2017) und Doppel-Weltmeisterin von 2015 wartet eine immer stärker werdende Konkurrenz.

Zudem wird die seit ihrem zweiten Lebensjahr nach einem Straßenbahnunfall unterschenkelamputierte „Killerbiene“ (so der von ihr selbst vergebene Kampfname) von einer Kniekehlen-Entzündung geplagt, die gleich nach ihrer Rückkehr aus Kanada in München operativ behandelt werden muss. „Das kommt von der Prothese“, erklärt sie die schmerzhaften Beschwerden. Bis zur OP beißt Schindler die Zähne zusammen.

Ihr Ziel in Milton: „Zumindest einen Taler holen.“ Taler - so nennt sie eine Medaille, von denen schon etliche ihre Olchinger Wohnung schmücken, darunter Edelmetall von den Paralympics in London und Rio. Um auch heuer endgültig ein Ticket für Tokio zu bekommen, wären Plätze unter den besten Drei bei den drei Bahn-Wettkämpfen in Milton (Verfolgung, 500 Meter, Scratch) mehr als hilfreich. Schindler hatte sich im Trainingslagern in Südafrika auf die WM vorbereitet.

Begleitet wird Denise Schindler erneut von Thomas „Tommi“ Stannecker. Der Brucker Fahrrad-Spezialist gehört zur Chefmechaniker-Crew der deutschen Nationalmannschaft und kümmert sich um die Hightech-Sportgeräte.

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