Hendrik Pleines 

Handball 3. Bundesliga

Pikante HCD-Kuriosität: Wenn der künftige Trainer der Gegner ist

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  • Dieter Metzler
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Kurios und pikant ist die Situation, die Gröbenzells Drittliga-Handballerinnen am Sonntag bevorsteht: Beim Kellerderby in Dachau sitzt auf der gegnerischen Bank der Trainer, der sie in der neuen Saison betreuen wird. Denn egal in welcher Liga: Nach Tagblatt-Informationen hat der Ex-Brucker Stefan Weidinger beim HCD den Vertrag schon unterschrieben.

Gröbenzell – Bereits die jüngst verlorene Partie gegen den TSV Haunstetten wurde bei Gröbenzells Drittliga-Handballerinnen als Derby eingestuft. Es gibt aber noch eine Steigerung. Denn mehr Derby als das in Dachau geht nicht.

Stefan Weidinger

Zumal es auffallende Parallelen gibt: Auch dort haben sich ähnlich wie beim HCD in der vergangenen Woche die Ereignisse überschlagen. Trainer Thomas Lukauer, der in der Vorsaison noch zusammen mit Frank Graf beim HCD die U19-Bundesliga-Juniorinnen betreute, musste am Montag seinen Hut nehmen. Co-Trainer Stefan Weidinger, einst Spieler bei den Brucker Panthern, hat bis zum Saisonende die Mannschaft übernommen. Deshalb nur bis zum Saisonende, weil er für die neue Saison bereits beim HCD als Trainer unterschrieben haben soll. Ähnlich wie in Gröbenzell hüllen sich auch die ASV-Verantwortlichen in Schweigen. Weidinger selbst sagt auch nichts dazu, will den Vorgang weder bestätigen noch dementieren. „Für mich zählt momentan nur das Spiel am Sonntag.“

Ähnlich verschlossen sind vor einer Woche die Gröbenzeller Verantwortlichen mit dem erst zu Saisonbeginn verpflichteten Konstantin Schlosser umgegangen. Mittlerweile haben dessen Trainervorgänger Hendrik Pleines und Harald Fischer den Job wieder übernommen.

Nach der deutlichen Heimniederlage gegen Haunstetten tritt der HCD Gröbenzell schwer angeschlagen am Sonntag, 17 Uhr, beim Landkreis-Nachbarn und Tabellenletzten ASV Dachau an. Beide Teams trennen nur noch vier Punkte. Ein Sieg ist deshalb quasi Pflicht in dieser Vier-Punkte-Begegnung. So hoffen die HCD-Verantwortlichen auch darauf, dass viele Anhänger in die nur acht Kilometer entfernte Halle nach Dachau aufbrechen, um die Mannschaft beim Kampf um den Klassenerhalt zu unterstützen. Die Mannschaften kennen sich in- und auswendig, pflegen seit Jahren freundschaftliche Beziehungen. Fischer: „Für 60 Minuten werden beide Teams aber in erster Linie an sich denken.“

Obwohl das Hinspiel 19:19 endete werde die Neuauflage zumindest nach Meinung von Thomas Lukauer eine klare Angelegenheit – und zwar für den HCD. „Die Gröbis haben die größere Erfahrung und den breiteren Kader.“ Zumal beim ASV nicht nur Spielmacherin Cornelia Karg nach einem Kreuzbandriss ausfällt, sondern auch Verena Kölzer und die Ex-Gröbenzellerin Alina Watzlowik verletzt sind.

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