TuS-Handballer versuchen, Eisenachs Spieler am Wurf zu hindern
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Bei ihrer Zweitliga-Premiere wehrten sich die Panther nach Leibeskräften.

Bruck verliert zum Auftakt 26:36 gegen Eisenach

Premiere in 2. Liga: Profiluft weht Panthern rau um die Nase

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Das erste Profi-Zweitligaspiel in der Historie der Wittelsbacher Halle ist Geschichte. Und die Panther bekamen gegen Eisenach gleich einmal ihre Grenzen aufgezeigt. Mit 26:36 (14:20) zogen die Brucker TuS-Handballer den Kürzeren und lernten so die raue Luft im Profigeschäft auf die harte Tour kennen. Im Pantherkäfig herrschte aber trotz der coronabedingt nur 200 zugelassenen Zuschauer die gewohnt gute Stimmung.

Fürstenfeldbruck – Während sich sogar Gästecoach Markus Krauthoff- Murfuni von der lautstarken Kulisse beeindruckt zeigte, herrschte bei den Pantherspielern nach der klaren Schlappe erst einmal eine gewisse Ernüchterung. „Wir wussten nicht, wo wir stehen – jetzt wissen wir’s“, sagte Kapitän Korbinian Lex nach dem Spiel. Und Falk Kolodziej sprach von einem „Reality Check“ aus dem man seine Lehren ziehen müsse. Welche das sind? „Wie man es nicht macht“, sagte der Panther-Regisseur.

Zu schwach in der Rückwärtsbewegung, zu viele Ballverluste – das waren die Hauptmängel, die Kolodziej, Lex und Wild unisono im Pantherspiel ausgemacht haben. „Eigentlich wollten wir ja ein Tempospiel aufziehen“, sagte Wild. Stattdessen kamen die Gäste aus Thüringen am Tag der Deutschen Einheit zu zahlreichen Tempogegenstoß-Toren, die aus den Fehlern des TuS resultierten.

2. Liga: Einer kennt Niederlagen

Für Kolodziej ist das Gefühl von Zweitliga-Niederlagen nicht ungewohnt. Mit Saarlouis stand der Rückraumspieler schon einmal in Deutschlands zweithöchster Spielklasse. Auch damals setzte es für ihn viele zum Teil hohe Niederlagen. Am Ende stand der Abstieg für Saarlouis. So weit will man beim TuS nach nur einem Spiel freilich noch nicht denken – zumal Coach Wild auch einige gute Ansätze bei seinem Pantherrudel ausgemacht hat. Im Gegensatz zum Vorjahr, als die Defensive das große Faustpfand der Panther war, überzeugte ihn gegen Eisenach der Angriff.

Gleichwohl müssen die Brucker Handballer die erste deutliche Niederlage seit langem mental erst einmal wegstecken, wie Lex sagt. Ein wenig drüber schlafen. „Und am Montag ist das Spiel dann hoffentlich aus den Köpfen“, so sein Rezept. Er sieht bei der Leistung der Panther jedenfalls noch viel Luft nach oben. „Mehr Tempo, weniger Fehler“, will der Kapitän in den künftigen Spielen zeigen, um doch noch den einen oder anderen etablierten Zweitligisten zu ärgern.

2. Liga: Organisation läuft rund

Gewohnt lautstark unterstützten die Fans ihre Panther.

Während es sportlich noch nicht nach Wunsch klappte, war TuS-Abteilungsleiter Michael Schneck auf organisatorischer Seite sehr zufrieden. Trotz Corona-Auflagen lief das erste professionelle Zweitligaspiel im Pantherkäfig reibungslos ab – auch dank der Zuschauer. Die machten nämlich nur auf den Rängen jede Menge Rabatz und bereiteten Kolodziej mit ihrer Lautstärke sogar Probleme, die Spielzüge für alle seine Mitspieler verständlich anzusagen. Ansonsten galt laut Schneck: „Die Leute waren alle sehr diszipliniert.“ Corona sei offenbar mittlerweile zur neuen Normalität geworden.

Bei den Funktionären und Helfern lief am Rande des Spiels ebenfalls alles nach Plan, obwohl der Verein nun mit neuen Vorgaben zurecht kommen muss als noch in der 3. Liga. Alleine beim Anbringen der Sponsorenplakate gelten nun genaue Vorschriften der Ligaleitung. „Das soll schließlich ein einheitliches Bild abgeben“, sagt Schneck. Auch das gehört zum Profigeschäft.

So hat sich der TuS auf die Profisaison vorbereitet.

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