Zwei Siege zur Premiere: Estings Volleyballer legten in ihrer ersten Regionalligasaison einen starken Start hin.
+
Zwei Siege zur Premiere: Estings Volleyballer legten in ihrer ersten Regionalligasaison einen starken Start hin.

Volleyball

Rückblick auf das Sportjahr 2020: Esting ist jetzt mit zwei Teams in der Regionalliga vertreten

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
    schließen

Nach dem Aufstieg des Männerteams gehen jetzt zwei Mannschaften des SV Esting in der Regionalliga an den Start.

Landkreis – Es war zum Haare raufen: Die Volleyballer des SV Esting lagen auf Platz zwei in der Bayernliga. Damit hätten sie zumindest in der Relegation um den Aufstieg kämpfen dürfen. Doch dann kam die Pandemie und der Saisonabbruch. Die Relegation wurde nicht mehr gespielt, Esting schien aus dem Aufstiegsrennen.

Doch im Juli fiel dann die Entscheidung, dass das Team von Trainer Christian Vestrovsky doch aufsteigen darf. Verspäteter Jubel bei den Estingern, die damit erstmals in ihrer Geschichte in der Regionalliga antreten. Dort spielen auch die Frauen, die beim Saisonabbruch auf einem gesicherten Mittelfeld platz lagen und die folgenden Entscheidungen entspannt betrachten konnten.

Dafür sorgten die Estingerinnen im Sommer für Schlagzeilen, als Coach Florian Saller erstmals in seiner Karriere den SVE verließ und beim Zweitligisten Planegg anheuerte. Als Abteilungsleiter blieb er dem Verein aber erhalten und war somit maßgeblich an der Suche nach seinem eigenen Nachfolger beteiligt. Fündig wurde er letztlich in Patrick Müller, der zusammen mit Sallers Bruder Felix im Estinger Mixed-Team spielte.

Umbruch bei den Estinger Frauen

Während Vetrovsky mit den Männern für die neue Spielzeit auf den Kader der Vorsaison baute, gab es bei den Frauen einen größeren Umbruch. Der neue Coach musste gleich sieben Neuzugänge in die Mannschaft integrieren. Mit Lisa Mang, Sophie Weireter und Annika Steck kam ein Trio aus Herrsching. Ebenfalls neu: Ruth Elsner aus Eichenau, Nadine Kaltenberger aus Estings eigener Talentschmiede, Maika Nikolaus aus Inning und die zweitligaerfahrene Laura Heilrath aus Planegg.

Trotz des Umbruchs legten die Estingerinnen in der neuen Saison los wie die Feuerwehr. Die Herren, die eigentlich nur den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben hatten, wollten dem offenbar nicht nachstehen. Während die Müller-Truppe zum Auftakt bei Straubings Bundesligareserve mit 3:2 erfolgreich war, feierten die Männer eine gelungene 3:0-Premiere in eigener Halle gegen Mitaufsteiger Bad Windsheim. Die Herren ließen einen weiteren Sieg, die Frauen sogar deren zwei folgen, ehe der Lockdown für eine Unterbrechung der Spielzeit sorgte. Der Verband hat vorsorglich schon einmal entschieden, die Spielzeit bis Mai 2021 zu verlängern, um die Saison möglichst noch zu Ende zu bringen.

TuS Fürstenfeldbruck wartet seit dem März-Lockdown auf Spiele

Weniger gut lief es für die Truppe des TuS Fürstenfeldbruck – zu Jahresbeginn noch Ligakonkurrent des SV Esting. Doch schon in der Tabelle trennten sich die Wege der Landkreisteams schnell. Die Brucker hingen im Tabellenkeller fest. Und so hatte auch der Saisonabbruch keinen direkten Einfluss auf das sportliche Abschneiden des TuS mehr. Die Mannschaft von Coach Kevin Bradtke stand bereits drei Spieltage vor Ende als Absteiger fest. In der Landesliga konnte der TuSvor dem neuerlichen Lockdown kein Spiel mehr bestreiten.

In der Bayernliga zurück sind dagegen die Frauen des Eichenauer SV. Sie profitierten von der Entscheidung des Verbands, dass die Zweitplatzierten auch aufsteigen dürfen. Oft durften die Eichenauerinnen das Bayernliga-Feeling im Jahr 2020 aber nicht mehr genießen. Nach nur einer Partie in Marktoffingen, die mit 0:3 klar verloren wurde, befindet sich der ESV, wie alle anderen Vereine auch, wieder in einer Corona-Pause.

Weitere Nachrichten aus der Welt des Sports im Landkreis Fürstenfeldbruck finden Sie hier.

Der Amateurfußball in der Region ist hier zuhause.

Auch interessant

Kommentare