Erklärungsbedarf hatten Steffen Henssler (r.), Moderator Elton (l.) und der spätere Millionensieger Xabier Urkiaga (2.v.l.), als Knobling (2.v.r.) die Regeln ansagte.

Crossminton bei „Schlag den Henssler“

Schiri beim TV-Millionenspiel

In der TV-Sendung „Schlag den Henssler“ wurde zuletzt Promi-Koch und Stefan-Raab-Nachfolger Steffen Henssler bezwungen. Beim vorletzten Spiel griff ein Brucker Sportler direkt ins Geschehen ein: Charly Knobling, die Crossminton-Ikone aus Mammendorf.

Mammendorf – Knobling ist nicht nur aktiver Sportler für die Bundesligisten der Fürsty Speeders, sondern auch Hauptschiedsrichter beim Deutschen Crossminton-Verband. „Die Produktionsfirma der Sendung ist auf unseren Verband zugekommen“, erklärt Knobling die Umstände, wie er zu seinem Pro7-Auftritt in der Live-Sendung gekommen war. Also fuhr Knobling zusammen mit zwei Linienrichtern nach Köln, wo die Sendung produziert wird.

Für den Mammendorfer waren die Kameras totales Neuland: „Bei der Generalprobe ohne Kandidaten war ich deutlich nervöser als dann bei der Live-Sendung.“ Beim vorletzten Spiel war Crossminton und damit Knobling an der Reihe. Als er die Bühne betrat, habe er die Kameras und die Zuschauer gar nicht wahrgenommen. „Es war für mich ein ganz normales Spiel“, sagt Knobling, der auch schon Welt- und Europameisterschaftsspiele geleitet hat.

Das Rückschlagspiel Crossminton, das verschiedene Elemente der Sportarten Badminton, Squash und Tennis vereint, wurde in der Pro7-Sendung in einer etwas abgewandelten Form gespielt: Zum Sieg waren zwei Gewinnsätze nötig, allerdings reichten elf statt der normalerweise üblichen 16 Punkte zum Satzgewinn. Zudem wurde auf einem leicht verkürzten Feld gespielt. Knobling: „Es waren keine strittigen Entscheidungen dabei.“

Der als Kandidat gegen Henssler angetretene Xabier Urkiaga entschied die Partie für sich und damit auch ein so genanntes „Matchball-Spiel“. Weil er auch im Billard gegen Henssler gewann, ging der Würzburger mit nicht weniger als einer Million Euro nach Hause.

Charly Knobling war bei der Entscheidung live dabei und beglückwünschte den Kandidaten direkt. Weil auch Knobling ein gebürtiger Franke ist, haben die beiden direkt über ein eventuelles Crossminton-Projekt an der Schule in Würzburg geredet, an der Urkiaga Mathematik und Sport unterrichtet.

Für seinen Auftritt in der Show erhielt Knobling eine kleine Gage. Aber vor allem vom Drumherum zeigt er sich beeindruckt. „Es ist interessant zu sehen, wie hunderte von Menschen beschäftigt sind, die nicht vor der Kamera zu sehen sind.“ Bei der After-Show-Party hatte Knobling die Gelegenheit, mit Steffen Henssler und Moderator Elton ins Gespräch zu kommen und den irischen Sänger Rea Garvey kennenzulernen. „Gerade Elton ist ein sehr lustiger Kerl.“ Noch während der Live-Sendung nutzte Charly Knobling übrigens die Gunst der Stunde, um für den Crossminton-Sport Werbung zu machen. Kurzerhand lud er alle Interessenten zu einem kostenlosen Probetraining in allen deutschen Crossminton-Vereinen ein.

Sebastian Öl

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Futsal? Nein, danke!
Das Fußballjahr neigt sich seinem Ende zu. Höchste Zeit, die Hallenschuhe auszupacken. Doch die Begeisterung hält sich bei den Kickern in der Region in Grenzen. Viele …
Futsal? Nein, danke!
Faustball-Trainer übt harsche Kritik nach Zweitliga-Desaster
Nach einer desaströsen Vorstellung vor heimischer Kulisse haben die Faustballer des TSV Unterpfaffenhofen eine harte Bruchlandung in der 2. Bundesliga fabriziert. Nach …
Faustball-Trainer übt harsche Kritik nach Zweitliga-Desaster
„Killerbiene“ auf WM-Kurs: Nach Hochzeit liegt Gold auf der Bahn
Beim Sammeln von Goldmedaillen kennt Olchings Radsport-Königin keine Grenzen. In Frankfurt/Oder radelte sich Denise Schindler (Kampfname: „Killerbiene“) schon mal warm …
„Killerbiene“ auf WM-Kurs: Nach Hochzeit liegt Gold auf der Bahn
Warum Triathlon-Ass Fabian Schaffert auf zwei Weltmeisterschaften verzichtet
Fabian Schaffert ist an der Seite von Stars der Triathlon-Szene wie Olympiasieger Jan Frodeno international unterwegs. Trotz einer perfekt verlaufenen Saison hat der …
Warum Triathlon-Ass Fabian Schaffert auf zwei Weltmeisterschaften verzichtet

Kommentare