Starke Leistungen in den ersten Läufen brachten den Olchinger Julian Bielmeier (vorne) unter die besten Acht. Im Kampf um die Plätze vier bis acht wurde er jedoch nach einem Crash disqualifiziert.
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Starke Leistungen in den ersten Läufen brachten den Olchinger Julian Bielmeier (vorne) unter die besten Acht. Im Kampf um die Plätze vier bis acht wurde er jedoch nach einem Crash disqualifiziert.

Deutsche Meisterschaft U21

Gelungene Rückkehr auf die Speedway-Rennbahn beim MSC Olching

  • Thomas Benedikt
    VonThomas Benedikt
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Rund 450 Fans haben das erste große Speedway-Event in Olching seit fast zwei Jahren verfolgt. Der MSC Olching war Ausrichter der Deutschen U21-Meisterschaft.

Olching – Wegen der Corona-Pandemie war der ursprüngliche Renn-Termin verschoben worden. Für die Olchinger wären die Wettkämpfe auch aus sportlicher Sicht beinahe noch zu einem Feiertag geworden. MSC-Eigengewächs Erik Bachhuber verpasste als Vierter nur knapp einen Podestplatz. Den Titel holte sich der 20-jährige Lukas Baumann vom MSC Güstrow.

Späterer Deutscher Meister legt einen Stolperstart hin

Etwa 450 Zuschauer kamen zum ersten großen Event im Olchinger Rund seit Beginn der Corona-Pandemie.

Dabei hatte der junge Güstrower seinen allerersten Rennlauf gründlich vergeigt. Der Wettkampf wurde nämlich im K.o.-System ausgetragen. Dabei werden anders als sonst üblich keine Punkte gesammelt, sondern nur die Platzierung entscheidet, ob und in welchem Lauf man weiter im Rennen ist. Weil dieses System keinen Patzer verzeiht, mussten auch die Spitzenfahrer gehörig zittern. So erging es auch dem späteren Deutschen Meister Lukas Baumann. Er war einer der acht Starter, die gesetzt waren und sich nicht erst für die Hauptrennen qualifizieren mussten. Baumanns erster Auftritt erfolgte also erst im Rennlauf Nummer 13 und endete sogleich mit einer Disqualifikation, als er in der Grünlichtphase ins Startband fuhr.

Ein weiterer Knackpunkt dieses Wertungssystems: Der Tagessieg wird erst im allerletzten Lauf entschieden. Diese Feinheit bekam am Sonntag der erst 17-jährige Titelfavorit Norick Blödorn, der in dieser Saison für die AC Landshut Devils startet, zu spüren. Auch er gehörte zu den acht gesetzten Fahrern, war mit einem Schnitt von 85 Stundenkilometern nicht mehr allzu weit vom Bahnrekord entfernt und raste am Renntag von Laufsieg zu Laufsieg. Doch das reichte nicht. Am Ende stand Blödorn dann nicht ganz oben auf dem Podest, weil Baumann im Endlauf einfach der Schnellere war.

Olchinger verpassen Podestplätze bei Heim-Wettkampf

Bester Olchinger war Erik Bachhuber (stehend). Er wurde Vierter.

Mit Blödorn und Baumann kämpften im Endlauf auch der Olchinger Erik Bachhuber und Marius Hillebrand von den DMV White Tigers um den Titel. Schlusslicht dieses Vierkampfes wurde ausgerechnet der Fahrer vom Gastgeber. Den letzten Podestplatz sicherte sich Hillebrand. Der zweite Olchinger Starter Julian Bielmeier wurde Achter. Eine Medaille blieb für den MSC damit zwar aus, trotzdem war der Verein mit dem Wettkampf zufrieden. Vor allem weil auch das Wetter entgegen einiger Vorhersagen doch mitspielte.

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