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Martin Smolinski ist auf dem Weg der Besserung.

Speedway

Nach erfolgreicher OP: Smolinski darf nach Hause

  • Thomas Benedikt
    vonThomas Benedikt
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Nach dem Trainingssturz am vergangenen Freitag in Leipzig hat sich der Zustand von Martin Smolinski gebessert.

Olching – Mittlerweile ist er wieder zurück in Olching. Dort erholt er sich im Kreise seiner Familie von seiner schweren Verletzung.

Direkt nach dem Unfall war er in die Universitätsklinik Leipzig auf die Unfall-Intensivstation gebracht worden. Die Hüfte war ausgekugelt und stark verkeilt. Weil der Versuch, die Hüfte sofort zu behandeln, scheiterte, wurde die OP auf den Folgetag verschoben. Es folgte eine harte Nacht für Smolinski, der unter starken Schmerzen litt. „Ich zählte die Stunden und Minuten in der Nacht bis zum OP-Beginn. Mein Fokus war es, die Schmerzen im Griff zu halten und bis zur OP ruhig zu bleiben“, erzählt Smolinski. Am Samstag um 9 Uhr begann die rund vier-stündige OP.

Die Herausforderung für die Ärzte bestand darin, die verkeilte Hüfte heraus zu bekommen ohne dabei den schon in Mitleidenschaft gezogenen Ischias-Nerv weiter zu beschädigen. Es verlief aber alles nach Plan. Der Oberschenkelhüftkopf wurde mit zwei Schrauben, die Hüftpfanne mit einer großen und zwei kleinen Platten sowie vier Schrauben versehen.

Nach der OP dauerte es einige Tage bis die Schmerzen für den Speedway-Profi erträglich wurden. Speziell die Nervenschmerzen machten ihm zu schaffen. Hinzu kam auch noch ein Krankenhaus-Keim (MRSA) der behandelt werden musste. Es wurde außerdem festgestellt, dass der Nerv, der für das Anheben des Fußes und der Zehen zuständig ist, ein starkes Trauma erlitten hat. Es kann bis zu einem Jahr dauern bis die Funktion völlig zurückkommt. Wann Smolinski wieder auf dem Motorrad sitzen kann, ist noch nicht vorhersehbar.

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