War in Berlin einer großen Überraschung nahe: Steffi Felbermeier.
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War in Berlin einer großen Überraschung nahe: Steffi Felbermeier.

Tischtennis

Berlin war den TuS-Damen eine Reise wert - Brucks Frauen schlagen sich im Deutschland-Pokal achtbar

Besser als zu erwarten schlugen sich die Tischtennisspielerinnen des TuS Fürstenfeldbruck in Berlin, wo sie erstmals unter den letzten Zwölf des Deutschland-Pokals starteten.

Fürstenfeldbruck – Als Drittligist unterlagen sie zwar als krasse Außenseiter in beiden Gruppenspielen mit 0:3, boten aber sehr achtbare Leistungen und sammelten gegen renommierte Gegnerinnen Selbstvertrauen für den kommenden Samstag. Dann treffen sie – ohne Publikum – um 14 Uhr zum Saisonauftakt der dritten Bundesliga auf Rapid Chemnitz.

Zunächst traf das TuS-Trio, das bis zum Freitag noch im Camp Bad Aibling trainiert hatte, auf den großen Nachbarn und zwei Klassen höher spielenden Erstligisten TSV Schwabhausen. Echte Gewinnchancen bestanden beim 0:3 nie.

Die junge Bulgarin Maria Yovkova unterlag als aktuelle Nummer 119 der Weltrangliste Mateja Jeger aus Kroatien, die auf Platz 77 noch besser platziert ist, und blieb vor allem deshalb ohne Satzgewinn, weil sie gegen Noppen wie fast immer nicht gut zurecht kam.

Steffi Felbermeier führte zwar zunächst gegen die Ungarin Orsolya Feher mit 6:8, blieb aber letztlich ebenso ohne Satzgewinn wie Marina Heinrich gegen Mercedes Nagyvaradi, eine weitere Ungarin.

Sehr international ging es auch im zweiten und letzten Spiel des TuS gegen den TTC Weinheim zu, den Meister der zweiten Bundesliga. Maria Yovkova bot gegen die Belgierin Lisa Lung eine Klassepartie und unterlag erst im fünften Satz mit 8:11.

Zuvor war auch Steffi Felbermeier einer großen Überraschung nahe, als sie gegen Marga Degraef, ebenfalls eine Belgierin, nach gewonnenem erstem Satz im zweiten mit 8:6 führte, dann aber doch noch verlor.

Schwer hatte es Marina Heinrich gegen das deutsche Spitzentalent Jenny Wolf, so dass trotz einer starken TuS-Partie am Ende ein scheinbar klares 0:3 an der Anzeigentafel stand.

„Leistung und Einstellung der Mannschaft waren richtig gut“, meinte ein sichtlich zufriedener TuS-Coach Ingo Hodum. Berlin war aber nicht nur sportlich eine Reise Wert, sondern auch die Erkundung der Stadt am Vortag brachte dem jungen TuS-Team viele Eindrücke.

Der TuS hatte sich im viertägigen Trainingslager in Bad Aibling auf die neue Saison vorbereitet, in die er mit einem jungen und starken Kader geht. Schade nur, dass Neuzugang Iryna Motsyk aus der Ukraine coronabedingt nicht einreisen darf. Sie wird am Samstag gegen Chemnitz sehr fehlen. Dennoch geht der TuS zuversichtlich in die Saison, denn nur eine Klasse tiefer als die erste spielt die zweite Mannschaft des TuS in der Regionalliga und dort gibt es Talente, die sich gegenüber der letzten Saison weiter gesteigert haben.

Rudolf Lutzenberger

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