Sie wehrte sich vergeblich: beim Deutschlandpokal zeigte Stefanie Felbermeier ihr Potenzial. Doch auf der undankbaren Position zwei war für sie gegen Chemnitz nichts zu holen.
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Sie wehrte sich vergeblich: beim Deutschlandpokal zeigte Stefanie Felbermeier ihr Potenzial. Doch auf der undankbaren Position zwei war für sie gegen Chemnitz nichts zu holen.

Tischtennis

TuS-Frauen schlagen sich wacker - Trotz Handicaps verlieren die Brucker erst in der Verlängerung

Besser als befürchtet lief es zum Saisonstart der dritten Bundesliga für die Tischtennis-Frauen des Brucker TuS.

Fürstenfeldbruck – Sie unterlagen dem favorisierten BSG Rapid Chemnitz erst in der Verlängerung des letzten gespielten Satzes mit 3:5. Trotz der Niederlage gehen sie optimistisch in die Zukunft, denn mit ihrer Gesamtleistung durfte die Mannschaft zufrieden sein.

Die Handicaps wie das Zuschauerverbot, fehlende Doppel und vor allem das corona-bedingte Fehlen der Ukrainerin Iryna Motsyk waren fast, aber doch nicht ganz, weggesteckt worden. Vor allem Motsyk fehlte an allen Ecken und Enden. Ihre Erfahrung hätte mit unter Umständen zu einem besseren Ergebnis führen können.

Doch es spricht für das TuS-Team, dass es nicht lamentierte, sondern von Anfang an (die Eingangsdoppel dürfen derzeit nicht gespielt werden) selbstbewusst und kampfstark auftrat. Und das gegen ein Quartett aus Sachsen, das durch eine Fusion aus zwei Chemnitzer Bundesliga-Teams aus der Vorsaison entstanden ist. So war schon vor dem Spiel klar, dass es am zweiten Paarkreuz gegen die Spitzenspielerinnen schwer würde.

Für Marina Heinrich war trotz guter Ansätze diesmal nur ein Satzgewinn möglich. Doch Janine Hanslick, die nach bestandenem Abi auf Weltreise gegangen war, überraschte nach mehr als einem Jahr Wettkampfpause. Sie spielte fast wie anno dazumal und schlug nach Rückstand Lara Neubert. Und als sie allein im letzten Spiel des Tages gegen die starke Penholder-Spielerin Marlene Scheibe im fünften Satz recht unglücklich mit 9:11 verlor, überzeugte sie erneut.

Die beste Spielerin in der Halle aber spielte im TuS-Trikot: Maria Yovkova tat sich beim 3:2 gegen Franziska Lasch noch recht schwer, beherrschte dann aber im Spitzenspiel des Tages Ann-Kathrin Herges in drei klaren Sätzen. Die erwartet schweren Aufgaben standen für Stefanie Felbermeier an. Sie zeigte in ihren beiden Spitzeneinzeln, dass sie sich weiter verbessert hat, doch mehr als ein Satzgewinn war auf der schwierigen Position zwei diesmal nicht drin.

Der TuS muss erst wieder am 3. Oktober auswärts zum bayerischen Derby bei der DJK Landshut antreten und hofft, dass bis dahin auch Iryna Motsyk kommen kann. Denn diesmal fehlte nicht viel zum Punktgewinn – ein Handicap weniger hätte womöglich gereicht.

Rudolf Lutzenberger

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