Verstärkung vom Ligakonkurrenten: Olena Nasliniskovska ging in der vergangenen Spielzeit noch für den SV Schott Jena an die Platte.
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Verstärkung vom Ligakonkurrenten: Olena Nasliniskovska ging in der vergangenen Spielzeit noch für den SV Schott Jena an die Platte.

Tischtennis

Rochade bei den TuS-Frauen: Olena Nasliniskovska ersetzt Maria Yovkova

Das Wechsel-Karussell dreht sich bei den Tischtennis-Frauen des TuS Fürstenfeldbruck.

Fürstenfeldbruck – Maria Yovkova, Bulgariens Nummer eins und 119. der Weltrangliste, verlässt den TuS. Bei den Bruckern machte man sich umgehend auf die Suche nach einem adäquaten Ersatz. Fündig wurde man bei einem Ligakonkurrenten: Die Ukrainerin Olena Nasliniskovska ist 21 Jahre alt und spielte in der vergangenen Saison für den SV Schott Jena. Zuvor sammelte sie bereits zwei Jahre Auslandserfahrung, als sie mit gerade einmal 18 Jahren nach Spanien wechselte.

Vergangene Saison zeigte Nasliniskovska gegen den TuS bereits ihr Können, auch wenn es gegen ihre Landsfrau in Brucker Diensten Iryna Motsyk noch nicht ganz reichte. Mit dieser wird sie zukünftig in einer Mannschaft spielen. Das bietet nicht nur sportliche Vorteile. Die beiden können gemeinsam anreisen, wenn sie nicht gerade direkt von unterschiedlichen internationalen Turnieren kommen. Vor allem wird die Kommunikation mit dem Team für Motsyk einfacher, da sie wenig Englisch und kaum Deutsch spricht. Nasliniskovska aber lernt bereits fleißig Deutsch und spricht Englisch.

Yovkovas Abgang schmerzt die Brucker dennoch. Die 21-Jährige habe sich sehr gut in das Team integriert und war abgesehen von kleineren mentalen Schwächen eine der Leistungsträgerinnen in der jungen Brucker Mannschaft. Was sie außerdem auszeichnete: ihre Zuverlässigkeit. Yovkova bestritt alle Punktspiele für den TuS. Bei vielen internationalen Spielern ist das keine Selbstverständlichkeit. Die Bulgarin will sich nun verstärkt auf ihr Studium konzentrieren, nachdem ihr Traum von der Olympia-Teilnahme in Tokio bei den Qualifikationsturnieren platzte.

Doch auch ihre Nachfolgerin bringt einige Vorschusslorbeeren mit. Olena Naslinikovska hat sich international einen guten Ruf erworben. Sie war mehrfache ukrainische Jugend- und Juniorenmeisterin und als solche schon in jungen Jahren international im Einsatz. Mit dem TuS will sie unbedingt „weit oben in der 3. Bundesliga dabei sein“, was ihr in der abgebrochenen Saison 20/21 in Jena coronabedingt verwehrt blieb. Die Brucker Trainer Sandra Peter und Ingo Hodum freuen sich auf den Neuzugang: „Olena hat eine ausgefeilte Technik, inernationale Erfahrung und ist mit ihren 21 Jahren noch sehr hungrig auf Erfolg“, meint Ingo Hodum.

Der Kader ist trotz der Verstärkung mit Nasliniskovska noch nicht komplett. Marina Heinrich will nach ihrer dritten schweren Verletzung nicht mehr in der Bundesliga spielen und allenfalls im Regionalligateam aushelfen. Und Janine Hanslick, die wie Steffi Felbermeier als TuS-Eigengewächs für die Bundesliga gesetzt ist, hat ihr Studium begonnen. „Das nehme ich sehr ernst, und so werde ich vielleicht nicht immer dabei sein“, mutmaßt sie.

Ebenso dünn besetzt ist derzeit noch das zweite TuS-Team eine Klasse tiefer in der Regionalliga. Haike Zhang, die gerade ihr Medizin-Studium abschließt, ist beruflich bedingt nur noch teilweise einsatzbereit. Feste Stammspielerinnen sind die jungen Talente Ronja Brüchert und Lea-Marie Schultz, die durchaus noch Verstärkung gebrauchen können. Das Karussell dreht sich also weiter.

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Rudolf Lutzenberger

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