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Anja Kobs ist jetzt auch Schwabens Beste

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Auf dem Fahrrad machte die Allingerin Anja Kobs verlorene Zeit vom Schwimmen wett.
Auf dem Fahrrad machte die Allingerin Anja Kobs verlorene Zeit vom Schwimmen wett. © Privat

Die Allingerin Anja Kobs setzte sich beim Wettkampf in Lauingen über die Triathlon-Mitteldistanz gegen die Konkurrenz durch.

Lauingen/Alling – Anja Kobs war ja schon alles Mögliche: Europa- und Weltmeisterin, beste Deutsche beim Wings4Live-Event, sogar schon mal beste Österreicherin ehrenhalber, als sie im vergangenen Jahr die schnellste Frau bei den Traillauf-Meisterschaften im Nachbarland war. Jetzt ist die Allingerin zudem noch inoffizielle Schwäbische Meisterin auf der Triathlon-Mitteldistanz (2,1 Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Radeln und 20 Kilometer Laufen).

Im schwäbischen Lauingen an der Donau wurden die Schwäbischen Triathlon-Meisterinnen und -Meister in der Olympischen Kurzdistanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radeln, zehn Kilometer Laufen) gesucht, zudem war die Mitteldistanz als „offene schwäbische Meisterschaft“ ausgeschrieben. Kobs hatte sich für die mittlere Strecke entschieden, nicht zuletzt, weil sie den Kurs von den Bayerischen Titelkämpfen 2018 kannte – damals gewann sie Bronze mit einer Zeit von 4:19 Stunden. Obwohl Kobs gerade mal sieben Tage zuvor den Hochkönig-Speedtrail bestritten und gewonnen hatte und für den Sonntag Temperaturen jenseits der 30 Grad angesagt waren, ging sie in Lauingen an den Start.

Auf dem Fahrrad macht Kobs verlorene Zeit wett

Im Wasser verlor sie fast fünf Minuten auf die 20 Jahre jüngere Lea Schmitz (TV Oettingen) und auf die Zweitplatzierte, die 16 Jahre jüngere Mona Fakler (Team Duxsports), immerhin noch 1:10 Minuten. Auf dem Rad schaltete Kobs auf „Tunnelblick“ und überholte fast alles, was vor ihr auf zwei Rädern unterwegs war, darunter zahlreiche Männer sowie Lea Schmitz. Der Rest war eine Art Selbstläufer.

Die 20 Kilometer spulte Kobs in 1:24:46 Stunden in ihren Laufschuhen herunter. Dabei wuchs ihr Vorsprung auf die „echten“ Schwäbinnen immer weiter. Am Ende hatte Kobs eine Zeit von 4:10:54 Stunden auf der Uhr stehen, Schmitz traf 13:40 Minuten später ein, Fakler 16:40 Minuten nach der Allingerin. Die beiden nahmen die Meisterschaftsurkunde mit nach Hause, die Oberbayerin freute sich derweil über den Sieg bei ihrer Triathlon-Saisonpremiere sowie eine Verbesserung ihrer Zeit von 2018 um rund neun Minuten.

Kobs war nicht die einzige Repräsentantin des Brucker Lands bei den Schwaben: Der Emmeringer Henning Gelse ging über die Olympische Kurzstrecke und wurde M40-Fünfter in 2:15:24 Stunden. Im Gesamtklassement belegte Gelse Platz 35. (Horst Kramer)

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