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Jubelt weiter für Bruck: Yannick Englmann hat wie sechs weitere Spieler seinen Vertrag verlängert.

Handball

Sieben Spieler verlängern bei den Panthern - Lizenz für 2. Liga ist sicher

  • Andreas Daschner
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Viele gute Nachrichten bei den Panthern. Sieben Spieler haben ihre Verträge verlängert, die Lizenz für die 2. Liga ist sicher und gespendet wurde auch noch.

Fürstenfeldbruck - Im Rahmen der Sponsorensuche noch vor der Corona-Krise haben die Panther bereits angedeutet, dass die Mannschaft größtenteils auch im Falle des Aufstiegs zusammen bleiben soll. Nachdem der Sprung in die 2. Bundesliga nun am grünen Tisch besiegelt wurde, folgen Taten: Gleich sieben Spieler des Aufstiegsrudels bleiben den Brucker TuS-Handballern treu.

Torhüter Michael Luderschmid und Kapitän Korbinian Lex tragen das Panthertrikot in Liga zwei ebenso wie Falk Koldziej, Sebastian Meinzer, Johannes Stumpf, Yannick Engelmann und Felix Kerst. Flügelspieler Kerst war mit 127 Toren der treffsicherste Panther. Hinter ihm folgten die fünf Feldspieler, die nun ebenfalls ihren Vertrag verlängert haben.

Spieler verzichten auf Geld, um den Aufstieg zu sichern

Finanziell haben die Spieler sogar Einbußen in Kauf genommen, um den Aufstieg nicht des Geldes wegen zu gefährden. So haben die Panther auf einen großen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen für die eigentlich noch laufende Saison verzichtet. Und da die Meister- und Aufstiegsfeier wegen der Kontaktbeschränkungen ebenso wie die geplante Saisonabschlussfahrt nach Mallorca flachfällt, haben die Panther außerdem ihre Mannschaftskasse gespendet. 750 Euro kommen der Brucker Tafel zugute. „Nach kurzer Diskussion waren wir uns intern sofort einig, dass wir mit dem Geld denen helfen wollen, die es momentan dringender brauchen“, sagt Kapitän Lex.

Und Kassenwart Gianni Huber ergänzt: „Irgendwann wird die Zeit kommen, wo wir unsere Meisterfeier nachholen können. Dann werden wir die andere Hälfte zielgerichtet bei unseren lokalen Gastronomie-Partnern einsetzen, die auch gerade unter der Corona-Krise leiden.“

Halle wird während der Spielpause renoviert

Wie und vor allem wann es angesichts der Corona-Pandemie mit dem Trainingsbetrieb im Handball weitergeht, ist nach derzeitigem Stand schwer zu sagen. Als Termin für den Saisonstart 2020/2021 wird das erste Oktober-Wochenende ins Auge gefasst. Zwar hat der Deutsche Handballbund (DHB) ein Positionspapier zum stufenweisen Wiedereinstieg erarbeitet. Letztlich ist der DHB aber davon abhängig, welche Zeitschiene durch die Politik genehmigt wird.

Auch im altehrwürdigen, aber maroden Pantherkäfig tut sich was. Denn der Saisonabbruch und die dadurch aktuell leerstehende Wittelsbacher Halle haben etwas Positives für den TuS. Das Landratsamt nutzt die Zeit und renoviert die Kabinen und die Tribünentechnik. Auch der längst überfällige Austausch des Hallenbodens erfolgt. Die Panther dürfen also Abschied nehmen vom mittlerweile arg abgenutzten Hellgrün der angestammten Spielfläche. Ab Juli soll der Pantherkäfig in neuem Glanz erstrahlen.

Lizenz für die 2. Liga ist sicher

Über den Aufstieg haben die Panther schon gejubelt, als der Deutsche Handballbund die Wertung der wegen Corona abgebrochenen Saison bekannt gegeben hat. Und nun ist es offiziell: Der DHB hat den Brucker TuS-Handballern die Lizenz für die 2. Bundesliga erteilt. Die Panther waren zum Meister der 3. Liga Süd erklärt worden, da sie zum Zeitpunkt des corona-bedingten Saisonabbruchs den besten Punktequotienten aller Mannschaften aufgewiesen hatten. Die Brucker lagen mit einem Quotienten von 176 deutlich vor dem Tabellenzweiten VFL Pfullingen, der immerhin einen Wert von 144 erreichte.

Zudem hatte der DHB erklärt, dass die Meister der vier Drittliga-Staffeln aufsteigen dürfen. Die letzte Hürde, die der TuS nun genommen hat, war das Lizenzierungsverfahren. Die Panther dürfen damit den Gang in die zweithöchste deutsche Spielklasse zusammen mit Wilhelmshaven, Dessau-Rosslau und Großwallstadt – den Meistern der drei anderen Staffeln – antreten.

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