Maria Yovkova führt das junge Brucker Team in Berlin an.
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Maria Yovkova führt das junge Brucker Team in Berlin an.

Tischtennis

Brucker reisen geschwächt nach Berlin - TuS-Frauen müssen beim Deutschland-Pokal auf Iryna Motsyk verzichten

Seit Jahren geht es in Sachen Frauen-Tischtennis in Fürstenfeldbruck bergauf. Neuer Höhepunkt ist am Sonntag der Auftritt beim Deutschland-Pokal in Berlin. 

Fürstenfeldbruck – Als Siebter der dritten Bundesliga hat das TuS-Team erstmals Startrecht und bereitet sich intensiv vor. Klar ist aber auch, dass im Kreise der sechzehn besten Pokal-Teams aus Deutschland der Neuling Außenseiter ist, zumal Corona die Brucker zusätzlich schwächt.

Neuzugang Iryna Motsyk aus Lviv kann nämlich nicht kommen, weil die Ukraine als unsicheres Gebiet gilt. Die 30-Jährige mit internationaler Erfahrung würde dem sehr jungen TuS-Team gut tun, wird aber wohl noch länger auf ihr Debut warten müssen. Mit dabei ist hingegen die zweite Gastspielerin, Maria Yovkova aus Bulgarien. Die aktuelle Nummer 119 der Weltrangliste reiste per Flugzeug aus Sofia an und fährt zusammen mit dem gesamten TuS-Frauenkader ins Trainingscamp nach Bad Aibling. Am Freitag geht es für sie dann zusammen mit Steffi Felbermeier, Marina Heinrich und dem Trainergespann Sandra Peter und Ingo Hodum nach Berlin.

Lockerer Auftakt am ersten Tag in Berlin

Für den Samstag hat die Mannschaft lockeres Training und eine Stadtbesichtigung angesetzt. Am Sonntag gibt es zum Auftakt in einer Dreiergruppe zwei Partien. Die erste bringt um 10.30 Uhr den TuS kurioserweise mit einem nur wenige Kilometer entfernten Team zusammen: dem TSV Schwabhausen. Der ist als zuletzt Fünfter der ersten Bundesliga hoher Favorit. Für die TuS-Spielerinnen wird es voraussichtlich um Schadensbegrenzung und die höherklassigen Gegner etwas zu ärgern. Zu Schwabhausens Kader zählt neben der zweifachen Doppel-Europameisterin Sabine Winter die achtzehnjährige US-Amerikanerin Crystal Wang, die zweifache WM-Dritte der Juniorinnen, sowie Mateja Jeger aus Rumänien, aktuell die Nummer 77 der Weltrangliste.

Auch in seiner zweiten und voraussichtlich letzten Pokal-Partie trifft der TuS auf einen Gegner, den er bislang nur vom Hörensagen kannte: Der TTC Weinheim wurde in den beiden letzten Jahren jeweils Meister der zweiten Bundesliga, verzichtete aber beide Male auf den Sprung in die Erstklassigkeit. Der soll in dieser Saison in Angriff genommen werden, wenn Luisa Säger und Jenny Wolf, zwei der größten deutschen Talente, reif genug für die deutsche Eliteklasse sind. Mit Rachel Sung (USA) und Lisa Lung (Belgien) ist das Team aus Baden aber auch international erstklassig besetzt.

Junge Mannschaft soll Erfahrung sammeln

Für das sehr junge TuS-Trio geht es also in erster Linie darum, Erfahrungen gegen deutsche Spitzenteams zu sammeln, die dann in der dritten Bundesliga greifen sollen. Dort wird es bereits beim Saisonauftakt am Samstag, 12. September um 14 Uhr in der Jahnhalle gegen Rapid Chemnitz sehr schwierig. Denn Iryna Motsyk war fest eingeplant und bereits vor den Corona-Auswirklungen verpflichtet worden. Ohne die Nummer zwei der Rangliste und vor allem ohne die gewohnte Zuschauer-Unterstützung ist der TuS auch dann alles andere als Favorit.

Rudolf Lutzenberger

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