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Verärgerte Tischtennis-Asse gehen mit einer Mordswut an die Platte

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Fürstenfeldbruck - Weil sie beim letzten Heimspiel in diesem Jahr ohne ihren Jung-Nationalspieler antreten müssen, haben die Tischtennis-Asse des SC Fürstenfeldbruck eine Mordswut im Bauch. Sie erwarten am Sonntag, 14 Uhr, den nur zwei Punkte zurückliegenden Tabellendritten TV Bad Rappenau.

Und das, obwohl Florian Schreiner vom Verband offiziell für das deutsche Jugend-Nationalteam in Portugals Hauptstadt Lissabon startet. Weil sein aus Nürnberg kommender Teamkollege Stephan Pache deshalb von einer Spielverlegung ausgegangen war, hat er zum Studienabschluss eine USA-Reise gebucht. Auch er fehlt deshalb.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass der TV Bad Rappenau sich über einen Sieg bei uns so richtig freuen könnte“, orakelt Andras Podpinka. Er trainiert derzeit emsig mit den in die Bresche springenden Reservisten Andi Spiegel und Andreas Krämer. Allerdings: Außer Hai Khanh Nguyen und Kai Kappe ist bei Rappenau kaum einer leicht zu bezwingen. Schon gar nicht Ralf Neumeier, der in dieser Saison noch ungeschlagen ist. Ähnlich wie Alexander Krieger und Stefan Frasch, der im Vorjahr noch beim Bundesligisten TSV Gräfelfing beschäftigt war. Zudem müssen die Brucker alle drei Doppel umstellen und haben aus beruflichen Gründen kaum Zeit zum gemeinsamen Training.

All diese Handicaps sind auf Entscheidungen zurückzuführen, die Kopfschütteln auslösen. Der SCF hat sofort nach Bekanntwerden der Nominierung von Schreiner sowohl den Liga-Leiter als auch den Gegner verständigt. Die Gäste haben aber alle noch möglichen und angebotenen Termine mit der Begründung abgelehnt, dann nicht komplett zu sein. Der Verbands-Offizielle wiederum hat eine einvernehmliche Einigung gefordert. Bad Rappenau bot einen Nachholtermin im Januar an, den wiederum der Liga-Leiter ablehnte. Begründung: Das sei zu spät und unüblich.

Noch unüblicher ist es aber, dass ein Verein einen Spieler ans Nationalteam abstellt und dafür vom selben Verband dadurch bestraft wird, dass er mit Ersatz zu einem für die Meisterschaft bedeutsamen Spiel antreten muss. Verliert der SCF auch nur einen Punkt, ist die Titelchance dahin. „So wollen wir auf keinen Fall Meister werden“, sagte auch der Abteilungsleiter des Spitzenreiters FC Bayern München.

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