+
Patrick Müller kommt aus Mühldorf.

Volleyball

Trainer für Estings Regionalliga-Frauen ist gefunden

  • vonDieter Metzler
    schließen

Trotz schwieriger Zeiten wegen der Corona-Pandemie hat es Estings Volleyball-Abteilungsleiter Florian Saller geschafft, für das Regionalliga-Frauenteam einen neuen Trainer an Land zu ziehen.

Esting – Patrick Müller wird in der neuen Saison, wann auch immer die coronabedingt beginnt, an der Seitenlinie stehen. Die Verpflichtung eines neuen Übungsleiters hat Saller quasi selbst heraufbeschworen, als er in seiner Karriere als Trainer die Chance erhielt, die Zweitliga-Mannschaft des SV Planegg zu coachen und sich diese nicht entgehen ließ.

Letztlich musste Saller seine Fühler auf der Suche gar nicht einmal so weit ausstrecken. „Ich kenne Patrick persönlich schon lange“, erzählt er. „Wir haben früher in der Bayernliga häufig gegeneinander gespielt. Patrick im Team von Mühldorf und ich auf Estinger Seite.“ Den ausschlaggebenden Tipp bekam Saller aber von seinem Bruder Felix. Müller, der eigentlich seine Karriere ausklingen lassen wollte, spielt seit einem Jahr sporadisch im Mixed-Team des SV Esting, in dem auch Sallers Bruder Felix aktiv ist.

Eigentlich wollte sich Müller vom Trainergeschäft zurückziehen

Seit seinem elften Lebensjahr begeistert sich der in Obing wohnende Informatikkaufmann für das Volleyballspiel. Bevor er seinen Trainerschein (B-Lizenz) erwarb und neun Jahre als Jugendtrainer und Coach des Frauenteams in seinem Heimatverein TSV Mühldorf wirkte, war Müller 14 Jahre Teil der ersten Herrenmannschaft, wo er für eine Saison auch mal als Spielertrainer der ersten Mannschaft einsprang. Eigentlich wollte der neue Coach mehr Zeit am Wochenende für sich haben und sich so langsam vom Volleyball zurückziehen. Doch der vom Volleyball-Virus infizierte Müller konnte nach dem Anruf von Saller nicht nein sagen.

„Esting als Verein macht auf mich einen guten Eindruck. Hier passt alles“, sagte Müller, der nun seit ersten Juni für das Regionalligateam der Frauen die Verantwortung hat. Als interessant und zugleich herausfordernd bezeichnet der Neue seine Aufgabe, ein Team zu formen, in dem zum einen der Leistungsgedanke eine große Rolle spiele, zum anderen aber auch der Einbau von Jugendspielerinnen ins Team.

Das Team lernt er nur nach und nach kennen

Im Großen und Ganzen bleibt die Mannschaft aus der vergangenen Saison zusammen. Lediglich Maja Mewes verlässt wegen ihres Studiums in Köln das Team. Momentan lernt Müller unter Corona-Bedingungen das Team nach und nach kennen und verhandelt mit den Spielerinnen, die Saller noch fürs Team verpflichten wollte. „Ich hoffe, dass wir nach den Pfingstferien das Training in der Halle wieder aufnehmen dürfen.“ Für einen Saisonstart stehen laut Müller zwei Varianten im Raum: Beginn der Pflichtspiele im Herbst zum gewohnten Termin oder im schlimmsten Fall erst im nächsten Frühjahr.

Auch interessant

Kommentare